Allein wohnen - ohne allein dazustehen
25.06.2008 | 17:27 Uhr 2008-06-25T17:27:14+0200Meschede. Bereut hat Frank G. den Schritt in die Selbstständigkeit auch nach einem Jahr nicht. Zuvor lebte er in einer Außenwohngruppe des Marcel-Callo-Hauses. ...
... Mit ihm haben weitere ehemalige Bewohner der Einrichtung den Schritt ins Ambulant betreute Wohnen gewagt. Seit einem Jahr gibt es das Ambulant betreute Wohnen beim Caritasverband Meschede. Grund genug, jetzt zusammen mit dem Behindertenbeauftragten des Hochsauerlandkreises, Heinz Arenhövel, und dem Geschäftsführer des Caritasverbandes, Ferdi Lenze, sowie vielen Freunden und Bekannten darauf anzustoßen. Und zwar in den neuen Räumen des Treffpunktes mit der Kontakt- und Beratungsstelle des Caritasverbandes.
"Aktion Mensch"
steuert Gelder bei
"Beim Ambulant betreuten Wohnen handelt es sich um ein verbindlich und langfristig angelegtes Angebot für Menschen mit einer Behinderung", erklärt Stefan Köhler, der für das Wohnangebot zuständig ist. "Ziel ist es, den behinderten Menschen ein Leben in einer eigens für sie angemieteten Wohnung durch gezielte Unterstützung zu ermöglichen. Alleine wohnen, ohne alleine dazustehen, dafür sind wir da."
Finanziell wird das neue Angebot für Menschen mit Behinderung durch die "Aktion Mensch" unterstützt. Gegenwärtig nutzen es zehn Frauen und Männer. Und weitere Anfragen liegen vor, weiß Stefan Köhler. Zusätzlich zu den Unterstützungsleistungen in der Wohnung werden den Nutzern verschiedene Freizeitangebote wie Kochkurse, Bowling-Gruppe, Nähkurse und saisonbedingte Aktivitäten ermöglicht. Dabei handelt es sich um offene Angebote, zu denen auch andere Personen eingeladen sind.
Das Ambulant betreute Wohnen ergänzt die vielfältigen Angebote und Unterstützungen des Caritasverbandes für behinderte Menschen, so der Geschäftsführer, Ferdi Lenze. So gibt es neben dem stationären Wohnen im Marcel-Callo-Haus und den Außenwohngruppen noch das Angebot der Familiepflege. Hier wohnen behinderte Menschen in Pflegefamilien und werden durch die Caritas begleitet. Mit der Einrichtung der Kontakt- und Beratungsstelle in der Stiftsstraße 2 wird das Beratungsangebot ebenfalls erweitert.
Anerkennende Worte fürs Angebot
Anerkennende Worte gab es von Heinz Arenhövel, dem Behindertenbeauftragten des Hochsauerlandkreises, für die vielfältigen Angebote. Damit werde das Netz an Unterstützung und Hilfen noch enger, so Arenhövel. Mehr Infos zum Ambulant betreuten Wohnen unter Tel: 02 91/9 02 18 66.
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