Abtei eröffnet eigene Gaststätte

Pater Julian Schaumlöffel, Pater Werner Vullhorst und Schulleiter Heinz-Jürgen Plugge (von links) in den Räumlichkeiten der neuen Abtei-Gaststätte.
Pater Julian Schaumlöffel, Pater Werner Vullhorst und Schulleiter Heinz-Jürgen Plugge (von links) in den Räumlichkeiten der neuen Abtei-Gaststätte.
Foto: Verena Köster
Was wir bereits wissen
In Bayern gibt es viele Gaststätten der Klöster. Jetzt eröffnet auch die Abtei Königsmünster ihr eigenes Lokal auf dem Klosterberg in Meschede.

Meschede..  Die Abtei Königsmünster eröffnet auf dem Klosterberg eine eigene Gaststätte. Sie wird am kommenden Dienstag gemeinsam mit Klosterküche, Mensa für das Gymnasium der Benediktiner sowie Schul-, Atelier- und Betreuungsräumen offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Wie ist es zu dem Entschluss gekommen? „Schon in der alten Mensa haben wir teilweise Gäste von außerhalb bewirtet“, sagt Pater Werner. Außerdem wissen die Mönche: „Die Fachhochschule Meschede freut sich mit ihrer Mensa ebenfalls über Kundschaft auch außerhalb der Vorlesungszeiten. Wir schließen auch daraus, dass so ein Angebot bei den Menschen beliebt ist.“ Daher habe man die neue Schul-Mensa auch um einen abgetrennten Bereich für die Öffentlichkeit - die sogenannte Abtei-Gaststätte - erweitert.

Ab 9 Uhr kann künftig in der Tagesgastronomie eingekehrt werden. Mittags wird dort das Menü angeboten, das auch für die Schüler zur Verfügung steht. Gegen Abend können die Gäste dann Gerichte von einer Speisekarte wählen wie zum Beispiel „Pater Werners klassische Maultaschen“. Pater Werner Vullhorst, der den Bereich der Lebensmittel organisiert und verwaltet, betont, dass der Großteil der angebotenen Speisen aus eigens produzierten Zutaten bestehe. Die Küche schließt um 20 Uhr.

Touristen als Hauptkundschaft

Als Konkurrenz für die anderen gastronomischen Betriebe in Meschede sieht Pater Werner die Abtei-Gaststätte nicht. Vielmehr könne man durch das vergrößerte Angebot mehr Menschen von außerhalb anziehen. „Wir brauchen viele gute Betriebe“. Pater Werner erwartet vor allem Ausflügler und Touristen, die durch die Werbung an der Autobahn auf die Gaststätte aufmerksam würden. Eine kleine Ausnahme macht er allerdings augenzwinkernd: „Lediglich McDonald’s möchten wir liebend gerne Konkurrenz machen“.

Neue Arbeitsplätze geschaffen

Neben der Mensa und der Abtei-Gaststätte beinhaltet das neue Gebäude auch die Abtei-Küche sowie Bäckerei, Konditorei, Wurstküche und Käserei. Die Kunstsäle sind aus dem Altbau hergezogen und für die Übermittagsbetreuung wurde besonders für die Jüngsten viel neuer Raum geschaffen. Mit der Erweiterung des gastronomischen Angebots wurden auch neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen.