Abiturienten im australischen Dschungel

Meschede..  Anlässlich des kulturellen Abends haben die Schüler der Qualifikationsphase II die Aula des Gymnasiums der Benediktiner in Meschede in einen australischen Urwald verwandelt. Unter dem Motto „Dschumanji – Lost in the jungle“ brachten die angehenden Abiturienten das selbst geschriebene Theaterstück an allen drei Tagen des vergangenen Wochenendes auf die Bühne.

„Spiel des Schicksals“

Eigentlich wollen die Abiturienten in dem Theaterstück einfach mit ihren beiden Tutoren, Winfried Pletziger und Elisabeth Hoffmann-Weber auf Abschlussfahrt fahren, doch da die Busfahrerin keine genaue Wegbeschreibung oder auch nur ein Ziel genannt bekommt, landet die Truppe mitten im australischen Dschungel.

Um diesen wieder verlassen zu dürfen, gibt ihnen eine wohlbekannte Stimme aus dem „Off“ Instruktionen und fordert sie zu einem „Spiel des Schicksals“ auf. Bei diesem müssen vier Freiwillige verschiedene Dschungelprüfungen meistern und sich auf diese Weise Sterne verdienen, die ihnen als Freifahrtsschein aus der brenzligen Situation dienen sollen.

„King Decki“ beim Wahlkampf

Und da es „Dschungelprüfungen“ zu bestehen gibt, darf natürlich auch der Geist von Dirk Bach nicht in dem Stück fehlen. So stürzen sich die vier Protagonisten Sophie, Johanna, Luca und Frank in das Abenteuer. Dabei müssen sie den Affenkönig „King Decki“ beim Wahlkampf zum neuen Schulleiter des Gymnasiums unterstützen, bekommen von der Prinzessin auf dem Mimiberg eine knifflige Matheaufgabe gestellt, die trotz des „mega teuren grafischen Taschenrechners“ kaum lösbar scheint und müssen gegen eine gefährliche Schlange antreten.

Zwischendurch lassen die männlichen Mitglieder der Gruppe sich von der schönen Jane ablenken und buhlen bei einem mehr oder weniger männlichen Tanz-Wettkampf gegen Tarzan um ihre Gunst.

Und auch sonst ist die Reise für die vier Protagonisten nicht ohne Hindernisse. Ob ihnen von Indiana Jones einer der verdienten Sterne geklaut wird oder der hinterhältige Gehilfe des Bösen ihnen Steine in den Weg legt, die vier müssen einige Herausforderungen bestehen, ehe sie sich endlich auf den Weg zurück nach Hause machen können.

Sowohl das Drehbuch als auch die gesamte Organisation des Stückes lag traditionell allein in der Hand der Abiturienten. Das Schreiben des Stückes allein nahm acht Wochen in Anspruch. Die Proben liefen insgesamt über ein halbes Jahr und fanden nach dem Unterricht und an den Wochenenden statt.

Beliebte Lehrerparodien

Das Stück beinhaltet auch einige der traditionellen Lehrerparodien und obwohl es einigen Lehrern sicher nicht immer leicht fällt, sich diese überspitzte Darstellung auf der Bühne anzusehen, so nehmen sie es doch meist mit viel Humor, denn der kulturelle Abend ist bei Schülern, Publikum und eben auch bei den Lehrern schon seit Jahren sehr beliebt.