Das aktuelle Wetter Meschede 20°C
Martinrea-Honsel

4 von 37 Gekündigten haben schon neue Stelle gefunden

14.06.2012 | 17:55 Uhr
4 von 37 Gekündigten haben schon neue Stelle gefunden
Hoffnung für den gekündigten Azubi-Jahrgang von Martinrea-Honsel: Andere Unternehmen aus der Region schaffen zusätzliche Kapazitäten für die jungen Leute.

Meschede.   Die ersten vier der 37 gekündigten Auszubildenden von Martinrea-Honsel haben bereits eine neue Lehrstelle gefunden. Auch die übrigen können sich Hoffnung machen: Nach dem Aufruf der „Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft“ haben sich allein 15 Betriebe aus dem ganzen Hochsauerlandkreis gemeldet, die 20 bis 30 Stellen zur Verfügung stellen wollen: „Die Bereitschaft ist riesengroß“, sagt Vorsitzender Volker Arens.

Die ersten vier der 37 gekündigten Auszubildenden von Martinrea-Honsel haben bereits eine neue Lehrstelle gefunden. Auch die übrigen können sich Hoffnung machen: Nach dem Aufruf der „Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft“ haben sich allein 15 Betriebe aus dem ganzen Hochsauerlandkreis gemeldet, die 20 bis 30 Stellen zur Verfügung stellen wollen: „Die Bereitschaft ist riesengroß“, sagt Vorsitzender Volker Arens.

Die Koordination hat die IMW abgegeben an Meschedes Wirtschaftsförderer Andreas Marx. Er freut sich, dass sich die heimische Wirtschaft ihrer Verantwortung bewusst ist: „Die Drähte laufen heiß.“ Unter 0291 / 90249115 nimmt er auch noch weitere Angebote an.

Die Industrie- und Handelskammer Arnsberg und die Agentur für Arbeit in Meschede sorgen dafür, dass die neuen Ausbildungsverhältnisse vermittelt werden. Klaus Bourdick, Leiter des Geschäftsbereichs Berufsbildung bei der IHK, betont: „Es ist ein wichtiges Anliegen für die Unternehmen, dass die Ausbildung in der Region stattfindet.“ Die Kündigung von Lehrverträgen schon im Vorfeld ist für Bourdick ein „sehr seltener Einzelfall“, sonst eigentlich nur bei der plötzlichen Insolvenz.

Die schriftlichen Kündigungen sind am Dienstag per Einschreiben bei den 37 jungen Leuten eingetroffen. Zur Begründung der Kündigungen führt Martinrea wirtschaftliche Gründe an: „Nach Insolvenz und Übernahme durch Martinrea hat sich die wirtschaftliche Lage leider nicht verbessert. Das erfordert aus heutiger Sicht keinen Bedarf an Auszubildenden in der Größenordnung wie das Unternehmen bisher ausgebildet hat.“

Dass es Martinrea-Honsel wirtschaftlich angeblich so schlecht gehe, wie von der Geschäftsführung in der Kündigung behauptet, überrascht Wolfgang Werth, den Ersten Bevollmächtigten der IG Metall: Darüber müsste der Betriebsrat dann eigentlich auch informiert sein.

Den Angaben aus der Chefetage misstraut Werth allerdings inzwischen ohnehin. So habe vor einigen Monaten Vorstandschef Nick Orlando die Ausbildung in Meschede noch als „benchmark“, also als wegweisend für Martinrea weltweit bezeichnet. Werth: „So schnell kann sich das wandeln.“

Von Jürgen Kortmann



Kommentare
14.06.2012
20:16
4 von 37 Gekündigten haben schon neue Stelle gefunden
von Trompeten-Charly | #1

Ein Lob an alle, welche sich in dieser außergewöhnlichen Situation der betroffenen Azubis annehmen möchten! Solidarität, Verantwortungsbewußtsein und soziale Verantwortung als unternehmerisches Selbstverständnis existiert in Deutschland gelegentlich noch.

Doch schaut man einmal nach dem Verursacherprinzip zurück so muß man feststellen, daß die ehemaligen Firmeneigner (Familie Honsel) und deren, in CDU-Kreisen immer noch hochgelobter Berater Friedrich Merz (!) sich heute jeden Kommentars dazu enthalten. Auch wenn vor dem jetztigen Sünder Martinrea andere Sünder schon massiv zu Werke gegangen sind, so hatte es doch bis heute keiner gewagt, sich an unserer wie auch der Zukunft junger Leute derart zu versündigen. Auch die Wegbereiter sind schuldig!

Aus dem Ressort
Energiekosten reißt Loch in den Schmallenberger Bäder-Etat
Schmallenberg
450 000 Euro stehen im Finanzplan für das Jahr 2015 für die Bäder in Bad Fredeburg und in Schmallenberg. Diese Summe wird nicht reichen, sagt Kämmerer Burkhard König. „Das Eigenkapital ist aufgebraucht.“
Bayrischer Abend mit den Steinwald-Füchsen
Vorverkauf
Bereits zum dritten Mal steigt am kommenden Samstag die weiß-blaue Gaudi „Homertblos’n“ in der Schützenhalle Salwey - diesmal sogar mit einem runden Geburtstag: Die bayrischen „Steinwald-Füchse“ feiern ihr 20-jähriges Bestehen. Sie wollen das Publikum an diesem Abend einmal mehr in Partylaune...
Schicker neuer Blickfang im Esloher Museum
Liebhaberstück
Stolz steht es da, das kleine „Autochen“. Chrom und Lack blitzen, als wenn das gute Stück noch unbenutzt wäre, aber der Wagen ist einfach nur sehr gut gepflegt worden. Der kleine Flitzer ist immerhin 61 Jahre alt. Es ist ein „Kleinschnittger F 125“, gebaut in Arnsberg.
Das Geheimnis der weißen Steine
Henne
Neuerdings ist die Innenstadt um einen Effekt reicher: die weißen Steine von Meschede. Niemand weiß bisher genau, wie es zu der zeitweiligen Verfärbung kommt. Seit wenigen Wochen sind die Findlinge aus Grauwracke in dem Fluss immer wieder mit einer kleinen Schicht überzogen.
In Eversberg wird für ARD-Film "Forever Sauerland" gedreht
Dreharbeiten
Auch in Eversberg wird für den neuen Film „Forever Sauerland“ gedreht, den die ARD 2015 zeigen wird. Mit dabei sind in den Hauptrollen Heiner Lauterbach und Friedrich von Thun. Lauterbachs letzter Besuch im Sauerland ist mehr als 50 Jahre her. Da war er mit der Familie zum Skifahren im HSK.
Fotos und Videos
Küppelfest Freienohl
Bildgalerie
Premiere auf Pausenhof
Wilzenberg-Turm
Bildgalerie
Fotostrecke
Bergbau erleben
Bildgalerie
WP-Familientag
"25 Jahre "Bödefeld Delikat"
Bildgalerie
Fotostrecke