135 Kinder mit Förderbedarf an Mescheder Regelschulen

135 Jungen und Mädchen mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden zurzeit an Mescheder Grund- und Hauptschulen unterrichtet.
135 Jungen und Mädchen mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden zurzeit an Mescheder Grund- und Hauptschulen unterrichtet.
Foto: WAZ FotoPool
135 Jungen und Mädchen mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden zurzeit an Mescheder Grund- und Hauptschulen unterrichtet. Deutlich mehr als früher.

Meschede..  135 Jungen und Mädchen mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden zurzeit an Mescheder Grund- und Hauptschulen unterrichtet. Deutlich mehr als früher. Zwei Gründe gibt es dafür: Die Elisabethschule wurde geschlossen und Eltern haben seit August das Recht ihr behindertes Kind an einer Regelschule anzumelden.

„Seit dem 1. August ist das gemeinsame Lernen von Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf zum gesetzlichen Regelfall geworden“, erläutert Annette Koschewski, Schulamtsdirektorin beim Schulamt für den Hochsauerlandkreis. Zunächst gelte dies ab Klasse 1 und Klasse 5, danach jahrgangsweise aufsteigend. „Die Eltern haben jedoch weiterhin das Recht, eine Förderschule für ihr Kind zu wählen.“ Letztlich müsse das Wohl des Kindes im Vordergrund stehen. Ein Grund, warum zuletzt Mescheder ihren hörgeschädigten Sohn eben nicht an der Städtischen Schule anmeldeten. Er besucht stattdessen jetzt die Spezialschule in Büren. In allen HSK-Kommunen habe man in Abstimmung mit den Schulträgern Schulen als Orte des Gemeinsamen Lernens eingerichtet.

In Meschede sind das die Schule unter dem Regenbogen, die Luzia-Schule in Berge, die St.-Nikolaus-Schule in Freienohl, die St.-Walburga-Hauptschule, die Konrad-Adenauer-Hauptschule, die Städtische Realschule sowie das Städtische Gymnasium. Dort sind zehn Sonderpädagogen als Lehrkräfte tätig, vier an den Grundschulen und sechs an den weiterführenden Schulen. „Schwerpunktschulen, die neben den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung weitere wie z.B. körperliche und motorische Entwicklung umfassen, wurden bislang nicht gebildet“, erläutert Annette Koschewski.

Den Einzelfall prüfen

Entscheiden sich Eltern für eine Regelschule, müsse man im Einzelfall prüfen, ob dort die personellen und sächlichen Voraussetzungen für die Förderung des Kindes gegeben sind bzw. hergestellt werden können.

Bisher sind es vor allem Kinder, die langsamer lernen, emotional und sozial auffällig oder sprachlich noch nicht so weit sind wie ihre Altersgenossen, die Schulen des Gemeinsamen Lernens besuchen. Die Idee: Durch den gemeinsamen Unterricht gehören sie dazu und wachsen an den Anforderungen. Gleichzeitig sollen sie natürlich trotzdem ihren Fähigkeiten entsprechend unterrichtet werden.

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