Tag der Rekorde in der Herpine
25.07.2012 | 18:29 Uhr 2012-07-25T18:29:00+0200
Halver. Mit wachsamem Auge umrundet Schwimmmeister Rainer Hutt das große Herpinebecken, damit ihm keine, auch noch so unbedeutend erscheinende Situation entgeht. Fast 1000 Gäste hatten sich gestern bereits am frühen Nachmittag eingefunden, um die sommerlichen Temperaturen mit einem erfrischenden Bad zu verbinden.
Die Wiesen sind voll belegt, die Liegen und Strandkörbe haben ihre Abnehmer gefunden. Während Eltern sich lesend oder in der Sonne dösend erholen, toben Kinder im Wasser und werden beim Spielenachmittag von den Mitgliedern des Freundeskreises beschäftigt. „Es ist natürlich schön, dass jetzt so viele Leute kommen, aber das rettet die schlechten Einnahmen aus den vergangenen Wochen natürlich auch nicht mehr“, bedauert Hutt. Stammgäste lassen sich aber weder von Regen noch von kühlen Temperaturen abhalten.
Die Badegäste genießen neben der idyllischen Lage der Herpine vor allem die vielen Neuerungen, die seit der Übernahme durch den Freundeskreis entstanden sind. „Vor allem das Kinderbecken findet großen Anklang“, weiß Hutt. „Wir haben eine 70 Quadratmeter große Anlage gebaut, aber bei solchem Wetter könnte sie ruhig doppelt so groß sein.“
300 Kubikmeter Frischwasser
Für die bisherigen Neuerungen hat der Freundeskreis große Summen gestemmt. Dennoch gehen die Planungen weiter. „Als nächstes Projekt ist an eine Verbesserung der Desinfektionsmöglichkeiten des Wassers gedacht“, erklärt Hutt. „Wir wollen dann auf Chlorgas umstellen. Das ist deutlich effektiver.“ Die Gäste, die es vor allem genießen, dass das Wasser eben nicht nach Chlor riecht, müssen aber keine Befürchtungen hegen, dass sich dieser angenehme Zustand ändern wird. „Ganz im Gegenteil“, beteuert der Schwimmmeister. „Die Wasserqualität wird durch eine neue Anlage noch besser.“
Simone Hutt, die an der Kasse dafür sorgt, dass sich keine Staus bilden, hört von den Badegästen durch die Bank nur Positives. „Außer der Äußerung, dass das Wasser an manchen Tagen recht kalt sei, gibt es keine negativen Rückmeldungen“, freut sie sich. Nur manche Gäste stöhnen über den manchmal beschwerlichen Rückweg zum Auto.
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