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Stadtjugendring

Stadtjgendring verhandelt über Sparvorschläge

25.05.2012 | 19:00 Uhr
Stadtjgendring verhandelt über Sparvorschläge
Stadtjugendringvorsitzender Michael Heide-Gentz.

Lüdenscheid. Das Haushaltssicherungskonzept (HSK) stand am Donnerstag bei der Mitgliederversammlung des Stadtjugendrings (SJR) im Mittelpunkt.

„Hart, aber fair“ seien die Gespräche mit der Verwaltung gewesen, betonte Stadtjugendring-Sprecher Michael Heide-Gentz. Denn eines wollte man auf gar keinen Fall: Mit einer fertigen Streichliste konfrontiert werden.

Faire Verhandlungen

Deswegen habe man schon früh das Gespräch gesucht und entsprechende Sparvorschläge selbst eingebracht. Immerhin müssen 260 000 Euro im Jugendbereich eingespart werden, 50 000 Euro bei den freien Trägern, etwas mehr bei den Einrichtungen städtischer Träger. Und am Ende bleibt die Sorge: Was jetzt? „Zitronen kann man nicht mehrfach ausdrücken“, sagte Heide-Gentz und erinnerte an Sparmaßnahmen, die es bereits vor dem HSK gab.

Dass die Kürzung von finanziellen Mitteln auch einen Leistungsabbau bedeute, darüber machten sich vor allem die Mitgliedsverbände Gedanken. „Wir können nicht alle Zitronen zugleich auspressen. Dann bleibt ja nichts mehr übrig“, hieß es in der Versammlung. Sterben auf Raten waren die Worte der CDU dafür noch vor ein paar Tagen.

Gerade Einrichtungen, die Freizeiten anbieten, müssen mit einer verminderten Bezuschussung in diesem Bereich mit 33 Prozent rechnen. „Das bedeutet, wir müssen die Kosten an die Eltern weitergeben.“ Und das träfe gerade sozial schwache Familien. Für diese Fälle gäbe es allerdings auch weiterhin Zuschussmöglichkeiten, so Winfried Lütke-Dartmann (Fachabteilung Kinder- und Jugendförderung).

Projekte abwerfen

Dr. Wolfgang Schröder, Gast der Versammlung, schilderte das Zustandekommen des HSKs auch aus seiner Sicht. Die Stadt müsse jetzt die Notbremse ziehen. Ziel sei es, die gewachsenen Strukturen im Jugendbereich zu erhalten. „Denn hier ist der Bedarf, die Strukturen sind eingespielt und diese wollen wir mit in die Zukunft nehmen.“ Abwerfen müsste die Stadt hingegen Projekte, die nicht mehr ins Konzept passten, die aber vielleicht unter einer anderen Trägerschaft dennoch Bestand hätten.

„Die Zukunft wird spannend“, formulierte es auch SJR-Sprecher Michael Tschöke. Vor allem in Hinsicht auf den Jugendförderplan, der noch bis 2014 läuft und danach neu verhandelt werden muss.

Kein Eingriff in Verträge

„Wir wollen nicht in laufende Verträge eingreifen“, sagte Dr. Schröder. „Aber danach müssen wir sie sicherlich verändern.“ Welche Auswirkungen das auf die einzelnen Verbände, aber auch auf den Stadtjugendring selbst und das Jugendkulturbüro hat, bleibt abzuwarten.

Die Sprecher der Mitgliedsverbände gaben der Verwaltung ganz klar eines mit auf den Weg: „Fragt uns, wie es uns geht, wie wir mit den Kürzungen leben können. Lasst und danach nicht alleine.“

Wer sich über die Arbeit des Stadtjugendrings informieren möchte, kann über die Geschäftsstelle bei Dietrich Vehse einen Termin vereinbaren: 02351-674281. www.sjr-luedenscheid.de

Stefanie Schröder



Kommentare
25.05.2012
21:07
Stadtjgendring verhandelt über Sparvorschläge
von symtexx | #1

Die städtische Galerie zu schließen würde über 600.000 € pro Jahr einsparen.
Dann müsste man sich nicht darüber unterhalten müssen, bei Kindern und Jugendlichen den Rotstift anzusetzen.
Leider gibt es aber in Lüdenscheid einflußreiche Minderheiten, die dies immer wieder zu verhindern wissen.
Da aber Kinder und Jugendliche in Lüdenscheid keine Lobby haben, werden Jugendeinrichtungen geschlossen und Kindergartenbeiträge erhöht.

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