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Mitarbeiter bekommen Raucherzimmer

Rathaus ab dem 1. Januar rauchfrei

28.12.2007 | 16:43 Uhr

Wer nach dem 1. Januar öffentliche Gebäude betritt, der sollte das nur noch ohne Zigarette tun. Denn ab diesem Zeitpunkt tritt das neue Nichtraucherschutzgesetz in allen öffentlichen Gebäuden in Kraft - natürlich auch in Meinerzhagen.

Im Gesetz heißt es dazu, dass öffentliche Einrichtungen Behörden der Landes- und Kommunalverwaltung, Gerichte und andere Organe der Rechtspflege des Landes, alle sonstigen Einrichtungen von Trägern öffentlicher Verwaltung des Landes, unabhängig von ihrer Rechtsform, sind. Besucher des Rathauses werden an der Eingangstür durch das Antirauchersymbol auf diese Neuerung aufmerksam gemacht. Wer dennoch vergisst, seine Zigarette auszumachen, der wird von den Mitarbeiterinnen freundlich darauf hingewiesen.

Raucherzimmer für Angestellte

DEHOGA klagt gegen Gesetz
HINTERGRUND
  • Das Nichtraucherschutzgesetz (NSG) wurde am 19. Dezember beschlossen.
  • Das NSG in Nordrhein-Westfalen ist aus Sicht des NRW-Landesverbandes des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) das liberalste in Deutschland.
  • Für die Gastronomie an Rhein und Ruhr gilt das Gesetz erst ab dem 1. Juli 2008.
  • Der DEHOGA NRW konnte sich mit seiner Forderung nach einem Wahlrecht für kleine Betriebe nicht durchsetzen.
  • Der EHOGA Bundesverband hingegen geht gegen das gesetzliche Rauchverbot juristisch vor. „Wir haben unsere Verfassungsbeschwerde gegen das Rauchverbot zum Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe auf den Weg geschickt“, sagt Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Bundesverbandes.

Hauptamtsleiter Werner Schulz und der 1. Beigeordnete Frank Maatz stellten die Neuerungen des Gesetzes, das der NRW-Landtag am 19. Dezember verabschiedet hat, gestern in einem Pressegespräch vor. Damit ändert sich auch für die rauchenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Stadtverwaltung einiges, denn für sie wird es nur noch möglich sein, in einem eigens eingerichteten Raucherzimmer zu rauchen. „Wir werden unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern darüber hinaus aber auch Rauchentwöhnungskurse anbieten, denn es ist wichtig, von der Sucht wegzukommen”, sagte Frank Maatz.

Auch in der Stadthalle ist das Rauchen in Zukunft verboten. Für die Gaststätten gibt es aber noch eine Schonfrist bis zum 1. Juli 2008. Ausnahmen wird es dann nur in Einzelfällen geben, und zwar wenn Gaststätten ausschließlich für geschlossene Gesellschaften zur Verfügung stehen. In Zelten, zum Beispiel beim Schützenfest, ist das Rauchen aber weiterhin erlaubt.

Bärbel Schlicht



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