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Krähenplage schadet Landwirten in Halver

09.08.2012 | 19:00 Uhr
Krähen klauen Landwirten das Saatgut.Foto: Büdenbender

Halver.   Zu Hundertenten fallen Krähen über Silos von Landwirten her und stehlen Saatgut. Der Schaden, den die Landwirte dadurch erleiden, lässt sich noch nicht beziffern. Die Politik sieht jedoch noch keinen Grund, das Jagdverbot für die Raubvögel zu lockern.

Sie kreisen oft im Dutzend am Himmel und vertreiben selbst Greifvögel aus ihrem Revier: Krähen. Die großen, schwarzen Vögel werden inzwischen zur Plage für Landwirte.

Trotz starker Klagen der Bauern sieht die Politik, allen voran NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne), derzeit noch keinen Grund dafür, das Jagdverbot für die Rabenvögel zu lockern.

Der Schaden ist von Hof zu Hof unterschiedlich

Auch Thomas Witthege, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Halver, sieht die Probleme, die die Vögel verursachen. „Natürlich ist der Schaden von Hof zu Hof sehr unterschiedlich – je nach Attraktivität für die Krähen“, berichtet er. „Viele Berufskollegen klagen über die Plage.“

Streit um Krähen

Dabei fürchtet Witthege weniger den Schaden, den die Vögel auf dem Feld anrichten, als die Beeinträchtigungen auf den Höfen. „Die Krähen haben es ganz besonders auf die Rundballen abgesehen. Sie haben sich regelrecht darauf spezialisiert, die Folien, die die Ballen umschließen, zu zerreißen.“ Zwar finden die Vögel unter dieser Folie nichts für sie Fressbares, aber die Zerstörung scheint ihnen einfach Spaß zu machen. „Innerhalb eines Tages können sie dabei einen riesigen Schaden anrichten“, weiß Witthege. „Deshalb müssen diese Rundballen auch so schnell wie möglich vom Feld geholt und auf dem Hof mit einem speziellen Vogelgitter abgedeckt werden.

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