„Keiner soll auf der Strecke bleiben“
05.10.2012 | 15:04 Uhr 2012-10-05T15:04:00+0200
Lüdenscheid/Arnsberg. Hilfe für Ausbildungssuchende: Die Bezirksregierung hat im Rahmen der „Partnerschaftlichen Ausbildung“ jetzt Fördergelder für 18 außerbetriebliche Ausbildungsplätze in Lüdenscheid bewilligt. 180 000 Euro fließen dafür an den Träger beruflicher Bildung – die Nestor Bildungsinstitut GmbH am Neuen Haus. Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann überreichte die Förderbescheide am Donnerstag vor der Sitzung des Regionalrates Arnsberg in Burbach.
Mit den 180 000 Euro für Lüdenscheid werden 18 Ausbildungsplätze gefördert, in den Berufsfeldern Bürokauffrau/-mann, Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Verkäufer Kauffrau/- mann im Einzelhandel, Fachlagerist, Kfz-Mechatroniker und Metallbauer.
Bollermann bei der Übergabe: „Wir wollen, dass jungen Menschen der Übergang in den Beruf möglichst reibungslos gelingt. Keiner soll auf der Strecke bleiben. Die Partnerschaftlichen Ausbildungen und das Neue Übergangssystem Schule - Beruf sind dabei eine wichtige Hilfe.“
„Partnerschaftliche Ausbildung“ bedeutet in der Praxis: Jugendliche, die am 30. September bei der Arbeitsvermittlung als ausbildungssuchend gemeldet waren, und den regionalen Koordinationsstellen im Ausbildungskonsens bekannt sind ( so genannte Konsenslinge), schließen einen Ausbildungsvertrag nicht mit einem Betrieb, sondern mit einem Träger der beruflichen Bildung ab.
„Die Jugendlichen, die uns zur Hälfte von der Arbeitsagentur und zur Hälfte vom Jobcenter benannt werden, gehen zur Ausbildung in die Betriebe, was für die Unternehmen aber mit keinen Kosten verbunden ist“, sagte Waltraut Wiechers, Regionalleiterin von Nestor für NRW-Süd. Nach einem Jahr werden die Azubis dann von den Betrieben übernommen.
Die partnerschaftliche Ausbildung komme bereits seit mehreren Jahren sehr erfolgreich im Oberbergischen Kreis zum Einsatz. Für Lüdenscheid, wo die Nestor GmbH seit sechs Jahren im Geschäft ist, sei das Programm aber ein Novum, sagte Wiechers.
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