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Tierschutzverein

Hund und Herrchen müssen Sauwetter trotzen

03.06.2012 | 15:06 Uhr
Hund und Herrchen müssen Sauwetter trotzen
Auch „Zaungäste“ hatten Spaß daran zuzusehen, wie die Teams den Parcours bewältigten. Foto: Ursula Dettlaff

Halver. Es gibt so ein Wetter, bei dem man nicht einmal einen Hund vor die Tür schickt. Pech für den Tierschutzverein Halver–Schalksmühle, dass es ausgerechnet am Sonntag beim Hunde-Aktionstag in Strömen goss. So blieb die Zuschauerzahl überschaubar.

Nur echte Hundefans beobachteten vom Zaun aus, wie die Bewerber um den Titel „Halvers Superteam“ den Parcours bewältigten. Insgesamt gingen 15 Partner an den Start. Den Anfang machte Berta, eine ausgewachsene Dogge. Ob Reifen, Tunnel, die liegende Leiter, Steg oder Wippe: die Stationen waren etwas klein für das Tier, das später seinem Herrchen freundschaftlich die Vorderpfoten auf die Schulter stellte und kräftig durch`s Gesicht leckte.

Bobby, Paula und Melodie, die Eurasierhündin absolvierten die Strecke ohne Probleme. Dabei hatte sich die Jury noch eine besondere Schwierigkeit einfallen lassen: Wie reagiert der Hund, wenn ein Fremder ihm ein Stück Käse hinhält? Herrchens Ermahnung war zwecklos, Jurymitglied Jürgen Hennern öffnete die Leckerchendose und schon himmelten ihn die Hunde an. „Das hilft nichts“, sagte Moderatorin Claudia Kruhm, „Jetzt muss Herrchen ein Gedicht aufsagen.“ Notfalls wurde improvisiert, darin sind Hundehalter ohnehin geübt. So punkteten am Ende dann irgendwie alle.

Lediglich nach Kaffeetrinken oder Würstchenessen stand wohl kaum einem Besucher der Sinn. Über Biologisch Artgerechtes Rohes Futter (BARF) informierte Silvia Krömer an ihrem Verkaufsstand. Die Meinerzhagenerin bot neben Köstlichkeiten für den Hund auch Praktisches für den Besitzer: eine Bürste, mit der sich jedes Tierhaar mühelos aus Polstern und von Kleidung entfernen lässt.

Überraschungstüte als Belohnung

Obwohl alle viel Spaß an der Veranstaltung hatten, war den Organisatoren um Petra Schrön die Enttäuschung über den Starkregen anzumerken. Als die Teams den Parcours durchlaufen hatten, packten die Tierschützer die Zelte ein und beendeten die Veranstaltung vorzeitig. Für die vierbeinigen Teilnehmer gab´s Hundekissen und eine Überraschungstüte. „Herrchen“ bekam eine Urkunde. Wer die meisten Punkte erspielt hatte, war dabei gar nicht so wichtig.

Ursula Dettlaff

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