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Hilfe für Diakonissen auf Sumatra

13.06.2012 | 14:31 Uhr
Hilfe für Diakonissen auf Sumatra
Eine Delegation aus dem Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg reiste zum Jubiläum „150 Jahre Toba-Batak-Kirche“ auf Sumatra.

Halver. „Bei der Planung des heutigen Abends haben wir den Kirmesmontag nicht berücksichtigt“, sagte Doris Kämper, als sie an eben jenem Abend gemeinsam mit Pfarrer Christoph Dickel vor der Tür des evangelischen Gemeindehauses stand und vergebens auf Besucher wartete. In verschiedenen Kreisen innerhalb der Kirchengemeinde, in Gottesdiensten sowie zuletzt am Pfingstmontag beim Allianz-Gottesdienst auf Eickerhöh hatte Dickel auf das Schicksal von Schwester Serepina Sitangang aufmerksam gemacht.

Sie leitet seit über 20 Jahren die Diakonissenschule in Balige auf Sumatra (Indonesien). Der Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg unterstützt die dortige Kirchengemeinde zu der auch die Schule gehört. Im September 2011 konnte sich eine Delegation – unter ihnen auch Dickel und Kämper – ein Bild von der Situation vor Ort machen.

„Das Arbeitsspektrum der Diakonissen ist sehr breit gefächert“, sagte Dickel. Sie arbeiteten als Gemeindeschwestern, betreuten durch den Tsunami traumatisierte Kinder, seien in der Kranken-, Behinderten- und Seniorenpflege tätig und kümmerten sich um Gefängnisinsassen. Dabei war deutlich erkennbar: „Schwester Serepina setzt sich mit Herzblut ein“, sagte Doris Kämper.

Spenden für Herz-Operation

Zum Zeitpunkt ihres Besuches in Indonesien war geplant, Stipendien für einige der etwa 50 Schülerinnen zu übernehmen. „Wir wollten Frauen, die in sozial schwierigen Situationen leben, die Ausbildung ermöglichen“, erläuterte Dickel.

Von diesem ersten Ziel ist Dickel nun abgewichen. Und das aus gutem Grund: Die Schulleiterin musste sich einer Herz-Operation unterziehen. Die bringt angesichts fehlender Krankenversicherung im Land große Probleme mit sich.

Den ersten Eingriff hat sie mittlerweile überstanden, nun stehen weitere bevor. Die Spenden innerhalb der evangelischen Kirchengemeinde Halver belaufen sich auf rund 2600 Euro. Für die Behandlung reist Serepina ins benachbarte Malaysia. „Wir möchten das so gut es geht und so weit wie möglich unterstützen“, erklärte Pfarrer Dickel. „Wir sehen das als einen Baustein der Partnerschaft und Beziehungspflege“, fügte er hinzu.

Er und seine Frau Marlies halten übrigens bald auch ganz persönlich engen Kontakt mit der Schule, denn ihre Tochter Annika verbringt ab August dort ein Praxissemester im Rahmen ihres Studiums (Soziale Arbeit und Religionspädagogik) an der CVJM-Hochschule Kassel.

Wer gern etwas spenden möchte für die Behandlung von Schwester Serepina Sitangang, kann das unter Angabe des Verwendungszweckes auf das Konto der evangelischen Kirchengemeinde Halver, Nummer 65045 bei der Sparkasse Lüdenscheid BLZ 458 500 05 tun.

Von Ursula Dettlaff

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