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Großeinsatz

Feuerwehr löscht Brand bei Thyssen-Krupp

30.10.2012 | 15:52 Uhr
Feuerwehr löscht Brand bei Thyssen-Krupp
Einsatz der Feuerwehr SchalksmühleFoto: privat

Dahlerbrück. Ein Brand bei Thyssen-Krupp in Dahlerbrück hat in der Nacht zum Montag einen Großeinsatz bei der Schalksmühler Feuerwehr ausgelöst. Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt alarmierte sämtliche Einheiten. Unter dem Strich waren 90 Feuerwehrleute im Einsatz.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei haben im Laufe des Tages ergeben, dass der Brand durch einen technischen Defekt ausgebrochen ist. Er entstand in einer Anlage im Materiallager. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Schaden wird auf 20 000 bis 30 000 Euro geschätzt.

Dachhaut aufgesägt

Das Feuer brach nach Polizeiangaben in einem Gebäudetrakt aus, in dem sich die Schweißerei, das Magazin des Unternehmens und Büroräume befinden. Als der Brand ausgelöst wurde, habe sich niemand in dem Gebäudetrakt befunden, teilte die Polizei weiter mit. Die Flammen fraßen sich in diesem Bereich durch eine rund sechs Meter hohe Zwischendecke. „Durch den schnellen Einsatz konnte der Sachschaden in Grenzen gehalten werden“, sagte der Gemeindebrandinspektor im WR-Gespräch.

Da die Lage unsicher gewesen sei, seien alle Einheiten alarmiert worden. „Insbesondere benötigten wir möglichst viele Atemschutztrupps“, erläuterte Dieter Cordt.

Um an die Flammen zu kommen, musste die Wehr zunächst mit Motorsägen die Dachhaut des Gebäudetraktes auftrennen. Der Brandherd lag über einem Eingangstor zwischen zwei Produktionshallen.

Da am Anfang nicht ersichtlich war, welches Ausmaß das Feuer hatte und sich in den Produktionshallen brandgefährliche Stoffe befinden, wurde gegen 2.45 Uhr der Löschzug 2 mit den Löschgruppen Hülscheid und Winkeln nachalarmiert. Die Löschgruppen Schalksmühle und Dahlerbrück waren bereits um 1.53 Uhr über Sirene und Funkmeldeempfänger zum Einsatzort gerufen worden.

Neben den leicht entzündbaren Stoffen in den Produktionshallen bereitete Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt auch die hölzerne Dachkonstruktion Kopfzerbrechen. „Wir mussten bei dem Einsatz darauf achten, dass möglichst viele Atemschutzträger in Bereitschaft standen“, sagte er.

Insgesamt wurden zehn Atemschutztrupps eingesetzt. Sie öffneten die Zwischendecke und löschten alle Brandnester. Andere Feuerwehrleute leuchteten die Einsatzstelle großflächig aus und bauten mehrere Wasserversorgungsleitungen auf, um angrenzende Gebäude abzusichern. Nach dem Einsatzende gegen 6 Uhr wurde eine Brandwache eingerichtet. Die Feuerwehrmänner blieben bis etwa 7.30 Uhr vor Ort. Neben der Schalksmühler Wehrleitung waren auch der Kreisbrandinspektor und das Deutsche Rote Kreuz an der Einsatzstelle.

Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden.

Von Wolfgang Teipel

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