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Erco Lichtfabrik aus Lüdenscheid baut bis zu 60 Stellen ab

22.08.2012 | 19:00 Uhr
Beim Leuchtenhersteller Erco werden bis zu 60 von insgesamt rund 680 Arbeitsplätzen abgebautFoto: Guido Raith

Lüdenscheid.   Beim Leuchtenhersteller Erco werden bis zu 60 von insgesamt rund 680 Arbeitsplätzen abgebaut. Das hat die Geschäftsleitung der Erco GmbH in einer Informationsveranstaltung, zu der auch der Betriebsrat eingeladen war, der Belegschaft eröffnet.

Vor vier Wochen, als die Nachricht vom abgesagten Sommerfest die Runde machte und plötzlich nicht nur wieder die anhaltende Kurzarbeit, sondern erstmals auch der Abbau von Überkapazitäten bei der weltweit agierenden „Lichtfabrik“ ein Thema waren, zierte man sich noch, über Entlassungen zu sprechen

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Beim Leuchtenhersteller Erco werden bis zu 60 von insgesamt rund 680 Arbeitsplätzen abgebaut. Das hat die Geschäftsleitung der Erco GmbH am Mittwoch in einer Informationsveranstaltung, zu der auch der Betriebsrat eingeladen war, der Belegschaft eröffnet.

Ziel sei, das Unternehmen „strukturell und kapazitiv an die Anforderungen des Technologiewandels zur LED-Beleuchtung anzupassen, heißt es in einer Presseinformation. Der Personalabbau solle „so sozialverträglich wie möglich“ gestaltet werden. Wann

Light + Building 2012

In einer Stellungnahme schreiben Geschäftsführung und Betriebsrat: „Die Erco Lichtfabrik steht als Premiumanbieter seit Jahrzehnten für leistungsfähige Lichtlösungen mit jeweils aktuellster Technologie. Entsprechend hat sich das Unternehmen frühzeitig das Leitbild 100 Prozent LED gegeben und arbeitet seit 2006 konsequent an der Digitalisierung des mehrere tausend Leuchten umfassenden Produktprogramms.

Unsichere Perspektive für 2013

Die Geschäftsführung rechnet damit, dass der Anteil von digitalen LED-Leuchten am Umsatz gegen Ende 2012 bereits bei ca. 50 Prozent liegen wird – Tendenz weiter stark steigend. Damit liegt Erco weit über dem Branchendurchschnitt und kann in Summe den Umsatz weiter erfolgreich steigern. Zeitgleich geht allerdings bei den konventionellen Leuchten die Nachfrage zurück.

Zusammen mit veränderten Wertschöpfungsprozessen für digitale Produkte ergibt sich daraus eine Unterauslastung der direkten und indirekten Fertigungsbereiche am Standort Lüdenscheid. Vor diesem Hintergrund, aber auch wegen der aktuell unsicheren konjunkturellen Perspektive für 2013, diskutiert die Geschäftsführung mit dem Betriebsrat geeignete Maßnahmen, die die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig sichern.

Neustrukturierungen im Betrieb

Die Überlegungen beinhalten die Neustrukturierung verschiedener Unternehmensbereiche ebenso wie die Anpassung der Mitarbeiterkapazität gemäß den Erfordernissen des Technologiewandels. Insgesamt können nach Überlegungen der Geschäftsführung bis zu 60 Mitarbeiter vom Personalabbau betroffen sein.“

Rolf Bähner


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