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CDU-Politikerin Marianne Weber stand bis zuletzt mitten im Leben

21.05.2012 | 00:00 Uhr
CDU-Politikerin Marianne Weber stand bis zuletzt mitten im Leben
So kennen sie die Lüdenscheider: Marianne Weber in der vergangenen Woche am CDU-Stand auf dem Himmelfahrtspicknick der Lebenshilfe in Wigginghausen. Foto: WR

Lüdenscheid.   Familie, Freunde und politische Weggefährten sind geschockt. Marianne Weber, die stadtbekannte CDU-Politikerin, ist am Samstag gestorben. Sie wurde 76 Jahre alt. Zu ihren bleibenden Verdiensten gehört der Aufbau der im Jahr 2000 gegründeten CDU-Seniorenunion, die sich unter dem Vorsitz von Marianne Weber prächtig entwickelte.

Noch am Donnerstag stand Marianne Weber mitten im Leben, half mit, wie sie es so viele Jahre lang getan hatte, auf dem Himmelfahrtspicknick der Lebenshilfe auf Gut Wigginghausen beim Verkauf von Mettschnittchen und Erdbeerbowle für den guten Zweck. Nachts dann musste sie ins Krankenhaus nach Hellersen, wo sie am Samstag auf der Intensivstation verstarb.

Die gebürtige Bauerntochter aus Meinerzhagen, deren Berufsweg die gelernte Hauswirtschafterin in ein Hotel und ein großes Unternehmen führte, hatte sich bei den letzten Kommunalwahlen im Jahr 2009 aus dem Stadtrat zurückgezogen, dem sie ein Vierteljahrhundert lang ohne Unterbrechung angehört hatte. Für ihre kommunalpolitische Arbeit – Marianne Weber war von 1994 bis 2004 Vorsitzende des Schulausschusses und in dieser Funktion eine von Lehrern und Schulkollegien geschätzte Ansprechpartnerin, die stets ein offenes Ohr für die Belange der Schulen hatte – war ihr 2009 die Ehrenplakette der Stadt Lüdenscheid verliehen worden.

Gründung der CDU-Seniorenunion im Jahr 2000

Zu ihren bleibenden Verdiensten gehört der Aufbau der im Jahr 2000 gegründeten CDU-Seniorenunion, die sich unter dem Vorsitz von Marianne Weber prächtig entwickelte. Rund 300 Mitglieder aus allen Gesellschaftsschichten zählte der Zusammenschluss der Männer von Frauen „Ü 60“ bei der Feier des 10. Geburtstags. Sie habe im vorgerückten Alter noch einmal „den Turbo eingelegt“, hatte Bürgermeister Dieter Dzewas bei der Verleihung der Ehrenplakette die Leistung Marianne Webers als Vorsitzende der CDU-Senioren gewürdigt.

Marianne Weber hinterlässt ihren Ehemann und einen Sohn. Ihnen vor allem gehört das Mitgefühl der Öffentlichkeit. Alle die sie kannten, werden die lebenslustige, unkomplizierte, zupackende Art einer Frau vermissen, die nicht nur für ihre Partei, sondern für die Politik eine Sympathieträgerin war.

Rolf Bähner

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