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In Halver laufen die Lifte auf Hochtouren

Auch im Sommer: Mit dem Mountainboard auf der Skipiste

19.05.2008 | 18:21 Uhr
Auch im Sommer: Mit dem Mountainboard auf der Skipiste

Mit dem Board die Skipiste runter? Klar, im Winter. Snowboard eben. Doch auch in dieser Jahreszeit läuft in Halver der Skilift auf Hochtouren. Mit dem Mountainboard stürzten sich Geschwindigkeitshungrige den Collenberg hinab.

Egal ob Schotterpisten, Grashänge, Waldwege oder Asphalt mit einem Mountainboard sind Fahrten über Hindernisse wie Steine, Wurzeln oder Rinnen problemlos möglich. Mountainboards sind eine Mischung aus dem Snow- und Skateboard, jedoch mit einer Bereifung, die mit 20 bis 26 Centimeter Durchmesser und verschiedensten Profilen das Befahren sämtlicher Terrains erlaubt.

 Gesteuert wird durch eine Gewichtsverlagerung. „Wie beim Vorbild aus dem Wintersport, werden die Füße am Brett befestigt”, erklärt Winni Turner. So seien auch beeindruckende Sprünge möglich. „Mit dem Mountainboard ist einfach alles möglich!”, meint auch Torben.

 Der 15-jährige fährt seit fünf Jahren Mountainboard. Damit ist der Schalksmühler einer der ersten in Deutschland. Inzwischen ist er Deutscher Meister in den Kategorien Downhill, BoarderX und Freestyle.

 Länger als Torben ist auf der Halveraner Strecke nur Winni dabei. Kein Wunder also, dass sie sich gerne untereinander messen. Torben steckt einen Parcours ab. Zwischen Pylonen stellt er Sprungrampen auf. Die Überbleibsel einer alten Skaterbahn wurden den Mountainboardern vor einem Jahr überlassen.

 Während die Strecke zu Ende gesteckt wird, bereitet sich Winni auf das Duell vor. „Der Helm gehört genau so wie die Gelenkschoner zur Standardausrüstung.” Denn Stürze gehörten immer wieder dazu. In der Zwischenzeit ist Torben mit dem Lift den Berg hinauf gefahren. Winni und Torben schnallen ihre Füße am Board fest. „Bei drei”, ruft Winni. „Eins, zwei, drei.”

 Beide machen einen kleinen Satz in Richtung des Abhangs. Gewinnen mehr und mehr an Geschwindigkeit. Slalom um die roten Markierungsstangen auf die Rampe zu. Winni und Torben gehen in die Hocke. Heben ab und ziehen die Füße ran. Die Fahrer gewinnen an Geschwindigkeit. Landen und nutzten den Schwung, um gekonnten den Berg hinab zu fahren.

 „Durch das hohe Gras bekommen wir leider nicht den Speed, den wir sonst haben”, sagt Torben. Währenddessen startet Dominik. Der 14-jährige Halveraner springt über eine Rampe und landet in einem Kuhfladen. „Damit muss man hier rechnen”, lacht Winni, „wir sind eben auf dem Land.” Torben hat sich in der Zwischenzeit für seinen nächsten Start fertiggemacht. Mit dem Board springt er und grindet über eine gebogene Metallstange. Wie viele andere ist Torben über das Snowboarden zum Mountainboard gekommen.

 Mit dem Board die Skipiste runter? Für ihn selbstverständlich - im Winter und Sommer.

Matthias Clever


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