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Abschied von einem alten Meister

09.01.2012 | 19:00 Uhr
Abschied von einem alten Meister
46. und letztes Konzert mit Prof . Günter Höller in der ev. Kreuzkirche am Mathagen. Foto: Rita Jonuleit

Schalksmühle. Beim Singen verströmt Alexander Schmitt Leidenschaft und Ernsthaftigkeit. Als er für das Publikum den italienischen Text der Kantate „Della Guerra amorosa“ von Georg Friedrich Händel auszugsweise übersetzte, ließ er gewinnenden Charme spielen. Alexander Schmitt und sein Bariton ergänzten am Sonntag das 46. Konzert Alter Meister in der Kreuzkirche am Mathagen.

Zu Ehren Professor Günter Höllers letztem Auftritt in diesem Rahmen und zu seinem Abschied strömten die Besucher von Nah und Fern. „Öffnen sie Ohren und Herzen“, riet Bürgermeister Jörg Schönenberg bei seiner Begrüßung den Anwesenden, nachdem er Höller für die unverwechselbare Konzertreihe sowie die Stunden besonderen Musikgenusses im Namen der Gemeinde gedankt hatte. Das Programm startete mit der Kantate am Fest der heiligen drei Könige von Georg Philipp Telemann: „Ihr Völker, hört.“ Schmitt überzeugte mit klarer Linie und wurde dem empfindsamen Stil Telemanns gerecht. Seine ausgearbeitete Tonmalerei, seine Koloraturen schwangen bis zum letzten Platz im voll besetzten Kirchenschiff. Später waren die „Gifte der Liebe“ in Händels Kantate ebenso spürbar wie der Schmerz, ohne den es keine Liebe gibt.

Professor Harald Hoeren spielte unter anderem die Französische Suite Nummer 5 G-Dur von Johann Sebastian Bach auf seinem Cembalo. Bei dieser Darbietung konnte das Publikum Spielweisen und Klang-Vorzüge des schönen, alten Instrumentes in vollen Zügen genießen. Höller spielte in seinem letzten Konzert die Sonate a-Moll, HWV 361 von Georg Friedrich Händel für Blockflöte und Basso continuo sowie von Vivaldi Trio g-Moll, für Blockflöte, Violine und Basso continuo. Alle Mitwirkenden gestalteten das geistliche Lied „Nun jauchzet, all ihr Frommen“ von Johann Crüger als fulminanten Abschluss des Konzerts.

Im Anschluss an das letzte Konzert „Alter Meister“ mit Professor Günter Höller gab es von der Gemeinde einen kleinen Sektempfang für Höller und seine Familie, Professor Harald Hoeren sowie die Mitwirkenden der diesjährigen Darbietung.

Erinnerungen an die ersten Konzerte

Bürgermeister Jörg Schönenberg dankte in diesem Rahmen noch einmal Höller für seinen zuverlässigen Einsatz für diese Konzertreihe trotz vollem Terminkalender und internationalen Konzertreisen. Es klangen Erinnerungen an die ersten Konzerte mit Freund und Mitbegründer Werner Garthe an sowie an die Unterstützung von Hans Lau, der zu dieser Zeit Vorsitzender des Kulturausschusses war. Höller sagte zu, bei den kommenden Konzerten nicht zu fehlen. Scherzhaft versprach er, bis zum 46. Konzert unter der Leitung seines Nachfolgers Hoeren zu kommen.

Rita Jonuleit

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2012-01-09 19:00
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