Zipfelmützen servieren Galaprogramm in Altenhundem
13.02.2012 | 13:05 Uhr 2012-02-13T13:05:00+0100
Altenhundem.Die Stimmung hatte ihren Siedepunkt erreicht, als es beim Finale der „Schunkelnden Sauerlandhalle“ keinen mehr auf seinen Platz hielt. Die größten Hits der Räuber wurden kräftig mitgeschmettert und schunkeln war erste Bürgerpflicht in der Sauerlandhalle.
Die Zipfelmützen verstehen es seit mehr als vier Jahrzehnten, ihr Publikum vom Hocker zu reißen und Karneval vom Feinsten zu servieren. Als karnevalistische Exoten über die Kreisgrenzen hinaus bekannt, braucht die große Familie Zipfelmütze keinen Prinzen und kein Dreigestirn. Sie haben keinen Karnevalsverein und sind keinem Verband angeschlossen – die Lennestädter Zipfelmützen sind eben eine Klasse für sich und das stellten sie wieder mal in einem ausgefeilten Programm unter Beweis. Während früher sogar noch auf „Hoppeditzche“ verzichtet wurde, ist es heute eine wahre Augenweide, wenn die Spaßgarde fröhlich über die Bühne wirbelt. Professioneller präsentierten sich da die Lennefunken der TSG Lennestadt, die im Flower-Power-Outfit und einem Abba-Medley die 70er Jahre tänzerisch hochleben ließen.
Auch die Mädchengarde der Karnevalsgesellschaft Helden wusste zu überzeugen. Und bei der Prinzengarde des Heldener Karnevalsclubs wirbelte Tanzmajor Arno Förster „sein“ Mariechen Ann-Christin Mickisch gewohnt schwungvoll durch die Luft. Die Heldener sind mit starker Abordnung längst Stammgäste in der Schunkelnden Sauerlandhalle. So fiel es so manch einem sicherlich auf, dass die Akteure nicht von Kreiszeremonienmeister Jürgen „Pannas“ Eckel in den Saal geleitet wurden, der Gast der Prinzenproklamation im Ihnetal war und vom Präsidenten des HCC Bernd Gabriel würdig vertreten wurde.
Und eins stand laut Moderator Jan Eberts in der Halle, in der unter dem Motto „Euroland in Narrenhand“ gefeiert wurde fest: Bänkelsänger haben nichts mit Banken zu tun. Die lustige Truppe nahm regionale und europäische Themen gerne wieder aufs Korn. Zugaberufe gab es auch für Heinz aus Mainz, der mit passendem Dialekt für jede Menge Lacher sorgte. Bei den Witzen: „Warum bekommt man Frauen nicht aus der Küche?“ Antwort: „Das liegt an der Herdanziehungskraft“ oder neueste Meldung aus Siegen: „Auf dem Friedhof ist ein einsitziges Flugzeug abgestürzt. Es wurden bislang 235 Tote geborgen“, war die eigene Lache des Solisten eine Klasse für sich.
Trockenen Humor servierten Peter und Jan Dommes. Die Senis und Gründungsväter, um ihren kreativen Kopf Rolf Redecker, die nach teilweise über 40 Jahren Erfahrung nicht von der närrischen Bühne wegzudenken sind, sorgten als „Kölner-Klau-&Klüngel-Bank“ für beste Unterhaltung. Und eigentlich will das Publikum auch nicht auf die musikalische Truppe verzichten. Highlight vor dem Finale war der Auftritt der „Blau-Mann-Gruppe“. Mit sehenswerten Effekten und einer fantastischen Show war der nah am Original liegende Programmpunkt einfach genial und man hätte gerne, fasziniert von dem Farbspiel noch länger zugesehen.
Nicht unbedingt nah am Original, aber lustig anzusehen zog Shakira (Richard Korger) „Waka Waka“ durch den Saal und ließ sich zu seiner ungeplanten Showeinlage mit „Mini“ Ohm hinreißen. Als „Solist mit der kleinen Trumm“ bestand Eric Thöne gekonnt seine Feuertaufe.
Und eins steht fest: Dank der nächsten Generation kann in der Sauerlandhalle auch in den nächsten 40 Jahren kräftig weitergeschunkelt werden. Für erstklassige Programmbegleitung und eine Riesentanznacht nach dem dreistündigen Non-Stop-Programm sorgen seit Jahren die Freunde von „Night Delight“.
Am kommenden Donnerstag, 16. Februar, (Einlass ab 18 Uhr) laden die Zipfelmützen zum 25. Altweiberball in die Sauerlandhalle ein. Die Sektbar und das Bistro werden neu gebaut und vergrößert. Für die passende Mucke sorgt seit Jahren die Band „Night in Paris“.
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