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SPD will VWS zur Not zurück kaufen

23.11.2008 | 15:28 Uhr

Kreisgebiet/Attendorn. (luhe) Der Weiterverkauf der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) könnte zu einer weiteren Verschlechterung des ohnehin nicht optimalen Nahverkehrsangebots im Kreis Olpe führen. ...

Gut besucht war der Kreisparteitag der SPD in Attendorn: Die politischen Themen reichten vom VWS-Weiterverkauf bis zur Bildungspolitik des Landes Nordrhein-Westfalen. (Foto: luhe)

... Davor hat der SPD-Kreisvorsitzende Uwe Beul am Samstag beim Kreisparteitag der Sozialdemokraten in Attendorn gewarnt. Die derzeitige Situation im öffentliche Personennahverkehr vertrage keine weiteren Einschränkungen, sondern müsse im Gegenteil deutlich verbessert werden, betonte Uwe Beul. Die heimischen Sozialdemokraten wollen deshalb den zur Debatte stehenden Weiterverkauf der VWS verhindern und schließen darüber hinaus sogar einen Rückkauf des Unternehmens nicht aus. Vor gut zwei Jahren hatte der Kreistag der Privatisierung der VWS zugestimmt.

Ausgesprochen kämpferisch präsentierte sich die SPD bei ihrem Kreisparteitag. "Wir wollen aufzeigen, welche Alternativen es zur CDU gibt", so Uwe Beul, der auch Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Attendorn ist und in der Hansestadt die Nachfolge von SPD-Bürgermeister Alfons Stumpf antreten will.

Stumpf selber nahm die CDU-Landesregierung und deren Wirtschafts-, sowie Bildungspolitik aufs Korn. Er kritisierte scharf das neue Schulgesetz. Durch die neuen Regelungen zur Schulleiterwahl durch die Schulkonferenz würden sämtlich Prozesse erheblich verkompliziert.

Im Rahmen ihrer kommunalpolitischen Leitlinien für die Wahlen im kommenden Jahr wollen sich die Sozialdemokraten für eine Stärkung der Finanzkraft der Kommunen einsetzen. Außerdem sei es notwendig, die Kulturförderung zu verbessern.

Auf Ebene der Familienpolitik setzt sich die SPD für eine baldige Umsetzung der Elternbeitragsfreiheit für Tageseinrichtungen für Kinder ein.

Global denken, lokal handeln: Auch auf örtlicher Ebene wollen die Sozialdemokraten gegen den Klimawandel ankämpfen: zum Beispiel durch die Förderung von energetischen Gebäudesanierungen und eben durch die Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs.

Bei den Wahlen wurde Walter Sinzig von Ortsverein Attendorn mit 51 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen zum neue Seniorenbeauftragten des SPD-Kreisverbandes Olpe gewählt. Er tritt die Nachfolge von Fred Friederici vom Wendener Ortsverein an.

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