Lennestädter Band spielt Rock’n Roll in Usbekistan
14.02.2012 | 16:56 Uhr 2012-02-14T16:56:00+0100
Sporke.Am 10. März spielen sie noch auf der Next Order Party in Sporke, dann heißt es Koffer packen und ab in den Flieger zu einem verlängerten Wochenendausflug der etwas anderen Art. Die Gruppe Da Capo Desaster macht eine Reise, die wohl die wenigsten Bands vor ihnen gemacht haben.
Die sieben Musiker um Sängerin Michaela Heer haben einen Auftritt in Usbekistan, genau gesagt in Termez, 6359 Kilometer weit von Sporke entfernt und mit dem Auto in drei Tagen und sechs Stunden zu erreichen. „Doch wir nehmen ein Flugzeug“, schmunzelt Reinhard Kluge, „genauer gesagt fliegen wir mit einer Maschine der Bundeswehr.“ Da Capo Desaster wird Mitte März vor Soldaten der Bundeswehr in Termez spielen. Doch wie kommt die Verbindung nach Sporke und Da Capo Desaster? „Der Kontakt wurde über Volker Engelmann hergestellt. Er kommt aus Oedingen, kennt uns von Konzerten und ist in Termez stationiert.“ Und so klingelte eines Abends das Telefon und die Band bekam die Anfrage, ob sie nicht in Termez als Betreuungsmaßnahme für die Soldaten ein Konzert geben wollten. „Zuerst haben wir gedacht, das ist versteckte Kamera, aber schnell wurde uns dann klar, die meinen das Ernst“, lacht Reinhard Kluge. „In einer halben Stunde haben wir alle angerufen und alle wollten sofort mit von der Partie sein. Wir sollen mit unserer Musik etwas Abwechslung in den Alltag da unten bringen. Das machen wir doch gern.“ Doch ganz so einfach wie ein normaler Bandauftritt im Ausland ist das nicht. Vorsichtsmaßnahmen müssen genau beachtet werden. „Wir haben auch kein Visum für Usbekistan, sondern sind nur auf dem Stützpunkt zu Gast.“ Fans und Familie müssen leider auch zu Hause bleiben. „Nur die Band, unser Techniker Michael Steininger und Jörg Engelmann, der für die Logistik zuständig ist, dürfen mitfliegen. Außerdem haben wir eine Tonne für die Technik, die genau nach Vorschrift verpackt werden muss, damit wir durch den Zoll kommen.“ Noch gibt es grünes Licht für den Auftritt von Seiten der Bundeswehr. „Doch unser Ansprechpartner beim Bund hat ganz klar gemacht: Sollte es zu einer eventuellen Verschlechterung der Sicherheitslage im Einsatzland kommen, kann es auch zu einer kurzfristigen Absage kommen.“ Doch das hofft niemand, weder Da Capo Desaster noch die rund 110 Soldaten, die sich auf den Auftritt der Band in Termez freuen.
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