Geschichtsunterricht im Vorbeigehen
01.05.2009 | 15:33 Uhr 2009-05-01T15:33:00+0200Elspe/Lennestadt. Mit der Sonne um die Wette strahlten am 1. Mai die Mitglieder der ARGE Elspe und der Beigeordnete der Stadt Lennestadt, Stefan Hundt. Sie hatten allen Grund zur Freude, denn sie durften eine „Premiere” feiern.
In den Ortschaften der Stadt sollen bekanntlich Straßenschilder mit Infotafeln an ausgewählten Straßen angebracht werden (die WR berichtete). In Elspe war es gestern die St. Jakobus-Straße, die als erste mit einem solchen „Info”-Schild bedacht wurde.
Informiert werden soll jeweils über die Persönlichkeit oder die Institution, deren Name bisher „einsam” auf dem Straßenschild zu lesen war.
Zu erfahren ist für den Vorbeischlendernden jetzt, dass der heilige Jakobus, dem die Straße in Elspe ihren Namen verdankt, beispielsweise der Schutzpatron der Pilger sowie der Pfarrpatron der Kirchengemeinde Elspe ist, die am historischen Jakobusweg liegt. Dessen Gedenktag ist der 25. Juli.
Neun weitere Straßen werden in Elspe in nächster Zeit noch mit den neuen Tafeln beschildert - eine Art Geschichtsunterricht ,im Vorbeigehen'.
Der Vorsitzende der Arge Elspe, Stefan Schneider, recherchierte engagiert über die historischen und kirchlichen Personen, die vielen Straßen des Ortes ihre Namen geben.
Die ARGE gab mit dieser Idee den Anstoß für einen weiteren Schritt in Richtung „attraktiver Dorfgestaltung”. Auch bei der Stadt Lennestadt wurde die Idee sehr positiv aufgenommen.
Bereits 50 Vorschläge
wurden eingereicht
„Uns gefiel die Idee so gut, dass wir beschlossen haben, die Anregung auf das gesamte Stadtgebiet auszuweiten," erklärte Beigeordneter Stefan Hundt im WR-Gespräch. Es sei Kontakt zu den Heimatvereinen aufgenommen worden, und bis jetzt hätten die Bürger der Lennestadt bereits 50 Vorschläge für Straßen eingereicht, die im Laufe des Jahres mit den Erinnerungstafeln informativer würden.
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