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Thema Schlecker

Betriebsrat fordert Kunden-Solidarität

08.02.2012 | 16:42 Uhr
Betriebsrat fordert Kunden-Solidarität
Schlecker Markt Altenhundem: In Lennestadt gibt es die meisten Filialen des Konzerns im Kreis Olpe.

Kreis Olpe.Über den Beschäftigten des „Schlecker“-Konzernes schwebt seit Monaten das Damokles-Schwert der Entlassung. Nach der Bekanntgabe, Insolvenz werde angemeldet, schauen auch die Beschäftigten im Kreis Olpe in Richtung Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz.

Schlecker-Pressesprecher Patrick Hacker konnte bislang noch keine Fragen beantworten, die sich mit der konkreten Zukunft der einzelnen Filialen beschäftigt. Hacker auf Anfrage: „Derzeit werden die vorliegenden Zahlen vom Insolvenzverwalter ausgewertet.“ Wen es letztlich treffen werde, auch im Kreis Olpe, so Hacker, wisse er derzeit nicht. Es sei aber davon auszugehen, dass alle Filialen, die rote Zahlen schrieben, geschlossen werden müssten.

„Müssen warten“

Schulterzucken indes auch bei ver:di in Siegen. Monika Grothe, für den Bereich Einzelhandel, zuständig: „Auch uns liegt nichts vor, wir müssen warten.“ Gisela Kretzer, Betriebsratsvorsitzende für den Bezirk Siegen, teilte auf Anfrage mit, dass der Kreis Olpe aus Schlecker-Sicht eine weitgehend „Betriebsrats-freie“ Zone sei. Kretzer und ihre Kolleginnen und Kollegen haben inzwischen einen Solidaritätsaufruf gestartet, der „selbstverständlich auch für den Kreis Olpe“ gelte.

Dort rufen die Gewerkschafter auch die Schlecker-Kunden im Kreis Olpe zur Solidarität auf. Unter anderem heißt es wörtlich: „Wir als Betriebsrat Siegen bitten um die Solidarität unserer Kunden. Wir richten den dringenden Aufruf an all diejenigen, die bislang bei Schlecker eingekauft haben, dieses auch weiterhin zu tun und uns damit in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Sie können damit dazu beitragen, unsere Arbeitsplätze in den Filialen zu sichern.“

Die Beschäftigten, so heißt es an anderer Stelle, hätten „gerade mit Blick auf die anstehende Restrukturierung einen Anspruch auf absolute Transparenz hinsichtlich der finanziellen Ressourcen der Familie Schlecker und der gesamten Unternehmensgruppe.“

Man identifiziere sich nach wie vor mit dem Unternehmen und werde sich weiterhin für den Erfolg einsetzen. Und weiter: „Die Erfahrung und der Sachverstand der Beschäftigten sind wesentliche Bestandteile, wenn es jetzt darum geht, neue Wege zu finden und Schlecker als Unternehmen neu zu positionieren.“

Schwerpunkt Lennestadt

Der Schuldige für die Krise ist seitens der Gewerkschaft gefunden: „Für die aktuelle Situation ist aus unserer Sicht vor allem das Versagen des Managements verantwortlich.“

Im Kreis Olpe gibt es derzeit noch fast 25 Filialen von Schlecker - inclusive einige ,Ihr Platz’-Läden. Anfang des Jahres hatte die Schlecker-Filiale in Olpe ihre Zelte abgebrochen und die Kreisstadt zum einzigen „weißen Fleck“ im Kreis gemacht. Der Schwerpunkt der Schlecker-Präsenz im Kreis Olpe liegt in Lennestadt, Finnentrop und Attendorn. Allein in der Stadt Lennestadt gibt es acht Schlecker-Märkte und einen ,Ihr Platz’. Noch.

Josef Schmidt

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Kommentare
09.02.2012
21:31
Betriebsrat fordert Kunden-Solidarität
von nur_meine_meinung | #1

...so, das FORDERT der Betriebsrat ?

und der Kunde fordert freundliche Verkäuferinnen ( das war schon immer ein Manko bei Schlecker ) saubere, helle, freundliche Läden und günstige Preise.

Das sind ja gleich 3 Dinge auf einmal. wahrscheinlich zuviel verlangt.

Darum ist Schlecker auch nicht auf Augenhöhe mit Rossmann und Müller

Schade



2 Antworten
Betriebsrat fordert Kunden-Solidarität
von Auntie | #1-1

#1

nicht ihr Fehler. Aber "gefordert" wird es nicht... nur in der Überschrift - das ist aber wohl Copyright des Redakteurs.

Im Text heißt es (Großbuchstaben von mir)

"Unter anderem heißt es WÖRTLICH: „Wir als Betriebsrat Siegen BITTEN um die Solidarität unserer Kunden. Wir richten den dringenden Aufruf an all diejenigen, die bislang bei Schlecker eingekauft haben, dieses auch weiterhin zu tun und uns damit in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Sie KÖNNEN damit dazu beitragen, unsere Arbeitsplätze in den Filialen zu sichern.“

und Freundlichkeit wird im allgemeinen gerne gegeben, wenn man es bekommt. Wer Verkäuferin als Leibsklaven betrachtet - sowohl von Unternehmerseite als auch vom Kunden(!), der kann nicht erwarten, dass man ihn anbetet.

Betriebsrat fordert Kunden-Solidarität
von Mark23 | #1-2

Jeder der jetzt in der misere steckt muss sich fragen , was er persönlich dafür getan hat , damit es nicht soweit kommt.Das gilt für das Management , aber auch für die Betriebräte und Mitarbeiter , die ja immer der Kontakt zum Kunden sind.

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