Das aktuelle Wetter Lennestadt 15°C
Nachrichten aus Lennestadt und Kirchhundem

Benolper wollen sicher über die Bundesstraße

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Benolpe. Lange Zeit spielte die B 517 von Altenhundem durch das Olpetal nach Krombach nur eine untergeordnete Rolle. Der weitaus größte Verkehr aus dem Ostkreis Richtung Autobahn und zurück lief über die B 55 durchs Veischedetal. Das hat sich nach Ansicht der Benolper Bürger in den letzten zwei Jahren geändert, zum Leidwesen der Fußgänger, die kaum noch über die Straße kommen. „Damit muss jetzt Schluss sein“, sagen die Bürger und fordern in der Ortsmitte eine sichere Querungshilfe, entweder durch einen Zebrastreifen oder einer Fußgängerampel.

Der Weiterbau der A4 bis zur Krombacher Höhe habe dazu geführt, dass Speditionen, Pendler und Touristen heute vermehrt die B 517 nutzen. Wer von Köln in Richtung HSK will und auf sein Navi hört, wird ebenfalls über die B 517 geleitet. In der gut ausgebauten und geraden Ortsdurchfahrt Benolpe geben die Autos trotz Tempo 50 gerne Gas. Rolf Zoppe, der das Bürgerbegehren das Thema zusammen mit Thomas Weidebach auf den Weg gebracht hat: „Es ist unglaublich und gefährlich, was sich hier täglich abspielt. Es wird gerast und sogar der stehende Schulbus wird von den Autos überholt.“

Zumindest Zebrastreifen

Die Bürger fordern die zuständigen Behörden auf, etwas gegen diese Verkehrssituation zu tun. „Wir fordern, die Querungshilfen mindestens durch die Anbringung von Zebrastreifen sicher zu machen“, heißt es in einem Bürgerbrief. Noch besser wäre eine Fußgängerampel in der Ortsmitte.

In der Bürgerversammlung am 26. Februar wollen die Bürger eine Unterschriftenliste an Bürgermeister Reinery übergeben. Der Bürgermeister kennt die Problematik, weiß aber auch, dass die Sachlage kompliziert ist. Denn erst vor weniger als 2 Jahren wurde ein ähnlicher Antrag der SPD-Fraktion abgeschmettert, weil eine besondere Gefahrenlage nach Prüfung nicht gegeben war (siehe Info-Box).

Dass die letzte Prüfung noch nicht sehr lange zurück liegt, muss aber kein Hindernis sein. „Man kann das noch einmal prüfen, das ist kein Problem“, sagt Eberhard Zimmerschied von der zuständigen Behörde Straßen NRW. Sollten die Straßenverkehrsbehörden den Bürgerantrag verwerfen, gibt es dennoch die Möglichkeit, sichere Querungshilfen zu bauen, allerdings mit einem Unterschied. Dann müsste die Gemeinde die Kosten für eine DIN-gerechte Beleuchtung übernehmen. BM Reinery rechnet hier mit wenigstens 20 000 Euro.

Für die Benolper Bürger spielt dies keine Rolle. Auch in Zeiten klammer Kassen müsse Sicherheit oberstes Gebot bleiben. Sie verweisen auf das Beispiel Hofolpe, wo es eine Fußgängerampel gibt. „Wenn eine Verkehrsmaßnahme dort durchgeführt werden kann, wo sich kein Verkehrsknotenpunkt, geschweige großer Fußgängerfluss befindet, sollte das in Benolpe, wo alle Straßen gebündelt an der Bundesstraße zusammen kommen, doch erst möglich sein“, heißt es in dem Bürgerbrief. Als zweites Beispiel führen die Benolper den Zebrastreifen in Rahrbach am Ortsausgang Richtung Kruberg an.

Die Gemeindeverwaltung kann sich auf eine lebendige Diskussion am 26. Februar gefasst machen.

Volker Eberts

Kommentare
Funktionen
Fotos und Videos
Bundesschützenfest 2016
Bildgalerie
Tradition
Neue App WP TOP 10
Bildgalerie
Smartphone
Einmaliges Bild auf dem Biggesee
Bildgalerie
Schifffahrt
Bildwelten junger Flüchtlinge
Bildgalerie
Ausstellung
article
10258523
Benolper wollen sicher über die Bundesstraße
Benolper wollen sicher über die Bundesstraße
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-lennestadt-und-kirchhundem/benolper-wollen-sicher-ueber-die-bundesstrasse-aimp-id10258523.html
2015-01-21 00:10
Nachrichten aus Lennestadt und Kirchhundem