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WP-Familientag

6000 Besucher feiern in Elspe mit Winnetou den WP-Familientag

16.09.2012 | 19:00 Uhr
6000 Besucher kamen zum Familientag der Westfalenpost zu den Karl May Festspielen nach Elspe.Foto: Thomas Nitsche/WP

Lennestadt.   Dieser WP-Familientag hat seinem Namen alle Ehre gemacht: Gut 6000 fröhliche Besucher aus ganz Südwestfalen kamen am Sonntag zum Elspe-Festival, wo sich 14 Tage nach dem offiziellen Saisonabschluss noch einmal für zwei WP-Sondervorstellungen die Tore öffneten.

Vor allem für zwei junge „Westfalenpost“-Leser war dieser Tag ein ganz besonderer: Der 12-jährige Justus Jörger aus Rüthen und die 13 Jahre alte Jule-Lena Hendricks aus Lennestadt-Halberbracht hatten einen Extra-Auftritt als Zeitungsboten gewonnen und durften auf der Bühne neben Old Shatterhand, Winnetou und Nscho-Tschi mitspielen.

„Westfalenpost-Extrablatt!“, rief Justus kräftig von der weiten Freilichtbühne in die Ränge hinüber, und Jule-Lenas erste Sätze lauteten: „Goldfund in Arizona! Siedler haben Gold gefunden!“ Eine knappe Stunde zuvor erst waren die beiden Kinder in ihre Rollen eingewiesen worden. Und das tat kein geringerer als Jochen Bludau, der jahrelang in Elspe als Old Shatterhand auf der Bühne gestanden und später auch als Geschäftsführer das Karl-May-Festival im Sauerland auf Erfolgskurs gehalten hat.

WP-Familientag in Elspe

Mit blauen WP-Mützen, gelben Hemden und großen Zeitungstaschen waren die zwei Nachwuchshelden in der Maske ausstaffiert worden. Dort, wo auch gerade Jean-Marc Birkholz als Winnetou und Radost Bokel in der Nscho-Tschi-Rolle ihre Kostüme anlegten. Angesichts dieser Stars verschlug es dann dem tapferen Justus doch für einen Moment die Sprache, aber schnell hatte er seine Souveränität wieder zurück und zeigte sich, ebenso wie Jule-Lena, ausgesprochen schaupieltalentiert. Entsprechend groß war denn auch der Stolz bei den Familien Jörger und Hendricks, die mit VIP-Karten auf erlesenen, rot ausgeschlagenen Sitzen das Spektakel bestens verfolgen konnten.

Einige Kinder weinen nach dem Tod von Winnetou

Der Tod von Winnetou auf der Bühne berührte die Kinder beim WP-Familientag in Elspe. Foto: Thomas Nitsche/WP

Dass in der Inszenierung „Winnetou - Die Geschichte einer großen Freundschaft“ gleich zu Beginn der Apachen-Häuptling erschossen wird, war allerdings für einige der jüngsten Besucher doch allzu bestürzend. Weinend wurden sie von ihren Mütter erst einmal aus dem Blickfeld getragen - kamen aber dann umso seliger wieder zurück, als auch Winnetou abermals stolz auf seinem schwarzen Ross erschien. Es sind dies immer die Gänsehautmomente in Elspe, wenn die bekannte Winnetou-Melodie aufbraust und der stolze Indianer unter dem Jubel und dem Beifall in die Arena reitet. 60 Darsteller und 40 Pferde waren in das turbulente Geschehen eingebunden, das mit tollen Stuntmen-Einlagen und allerlei pyrotechnischen Raffinessen die Zuschauer ein ums andere Mal faszinierte.

Wehmütige Radost Bokel am Rande des Trubels

Unter die WP-Familie mischte sich auch allerlei Prominenz, so der Arnsberger Regierungspräsident Dr. Bollermann und WAZ-Geschäftsführer Thomas Ziegler.Ein klein wenig wehmütig zeigte sich Nscho-Tschi-Darstellerin Radost Bokel am Rande des Trubels: „Wir Schauspieler sind alle froh, dass wir uns heute noch einmal hier treffen konnten. So war der offizielle Saisonabschluss am 2. September nicht ganz so traurig“, nahm sie dankbar Abschied von erfüllten „Winnetou“-Wochen im Sauerland.

Andreas Thiemann



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