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Zwei Wünsche sind auf dem Weg

12.02.2010 | 23:05 Uhr

Weeze. Konkretes gab's nicht – dafür aber zwei Wünsche. Diese nahm NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper am Freitag vom Airport in Weeze mit nach Düsseldorf.

Da wäre zum einen die Luftverkehrskonzeption NRW, in der „dieser Flughafen so verankert werden soll, dass wir uns bei möglichen Verfahren darauf stützen können”, formulierte es Landrat Wolfgang Spreen im Rahmen des Ministerbesuchs. Die Umsetzung wird Aufgabe der neuen Landesregierung sein. Ein weiterer Punkt auf der Airport-Wunschliste sind die Verkehrswege, die eine bestmögliche Anbindung an den Flughafen gewährleisten sollen: „Ich kann hier keine konkreten Ergebnisse, bezogen auf einzelne Straßenbaumaßnahmen vortragen”, erklärte Lienenkämper, aber „wir bleiben weiter in engem Kontakt diesbezüglich.”

Hohe Priorität habe für Weezes Bürgermeister Ulrich Francken die Nord-West-Umgehung für die Gemeinde – er hofft wie Flughafenchef Ludger van Bebber auf eine „gemeinschaftliche Lösung”. Denn dadurch erst sei der Airport Niederrhein groß geworden. Das Zusammenspiel von Investor, Politik, vielen weiteren handelnden Personen und nicht zuletzt der Region selbst laufe hervorragend. Den gestrigen Informationsbesuch nutzte der Verkehrsminister, um sich „vor Ort und nicht nur aus den Akten zu informieren”, und sich selbst davon zu überzeugen, dass der drittgrößte Passagierflughafen in NRW eine „echte Erfolgsgeschichte ist.”

Mit viel Mut und Weitsicht habe man dieses Projekt angestoßen – und sei binnen kurzer Zeit über das gesteckte Ziel hinaus geschossen: Mehr als 2,4 Mio. Fluggäste pro Jahr können sich sehen lassen. In Sachen Internationale Ausrichtung sei Lienenkämper insbesondere die Benelux-Schiene ein wichtiger Aspekt Weezes. „Das Land steht weiter hinter dem Airport”, so der Minister, der das privatwirtschaftliche Engagement lobend hervor hob.

Landrat Spreen wertete diese Aussagen als ein „Zeichen der Anerkennung”, wissend, dass es auch „schwierige Zeiten für den Airport gab” und sich „seitdem eine Menge verändert hat.” Denn: „Wenn ein Projekt gelungen ist, dann dieses”, zog der Kreischef Bilanz. Er bezeichnete die „Probleme” Ludger van Bebbers als „Luxus”. Der erste Mann des Flughafens stellte lächelnd die Position des Airports nämlich so vor: „Wir erreichen langsam unsere Kapazitätsgrenzen in unserem Terminal.” Die Zukunft kann kommen – es wird noch viel passieren.

Katrin Reinders

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