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Windrad-Brand

Zwei Verletzte bei Brand einer Windkraftanlage in Uedem

14.01.2016 | 13:22 Uhr
In einer Windkraftanlage im Windpark Lindchen (Uedem) ist am Donnerstagmittag ein Feuer ausgebrochen. Nach ersten Erkenntnissen wurden drei Menschen verletzt.Foto: Andreas Gebbink/NRZ

Uedem/Bedburg-Hau.  Bei Wartungsarbeiten brach ein Feuer in der Windkraftanlage in Uedem aus. Zwei Menschen wurden verletzt. Die Feuerwehr warnte die Bevölkerung.

Die Feuerwehr im Kreis Kleve ist aktuell im Großeinsatz, um eine brennende Windkraftanlage zu löschen. Das Feuer war aus noch ungeklärter Ursache gegen 11 Uhr in der Anlage des Windparks Lindchen in Uedem-Keppeln ausgebrochen.

Zwei Techniker und ein Ingenieur waren zu diesem Zeitpunkt mit Wartungsarbeiten im oberen Teil des Windrades beschäftigt, als es aus bisher ungeklärter Ursache zu einer Stichflamme kam. Ein 22-jähriger Techniker erlitt dabei Verbrennungen im Gesicht und an den Händen. Mit dem Rettungshubschrauber wurde der Verletzte später in die Duisburger Unfallklinik, die auf Verbrennungen spezialisiert ist, geflogen. Sein Kollege, ein 43 Jahre alter Ingenieur, hatte den giftigen Brandrauch eingeatmet und wurde zur stationären Behandlung mit dem Rettungswagen zum Gocher Krankenhaus gebracht.

Der zweite Techniker (36), blieb unverletzt. Nach Auskunft der Polizei besteht bei keinem der Verletzten Lebensgefahr. Die drei Männer konnten das Windrad nach dem Vorfall selbst verlassen und Hilfe rufen.

Feuerwehr kann Windkraftanlage nur abbrennen lassen

Wegen der Rauchentwicklung hatte die Feuerwehr auch Anwohner der Ortschaften Schneppenbaum und Louisendorf aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Feuerwehr Kalkar führte Luftmessungen durch, um Gefahren für  die Bevölkerung auszuschließen, gegen 13.15 Uhr hob die Feuerwehr diese Warnung schließlich wieder auf. Auch der gut besuchte Bauernmarkt Lindchen befindet sich in der Nähe des Unglücksortes, musste aber nicht geräumt werden. Von hier aus beobachteten etliche Schaulustige die Ereignisse.

Den Einsatzkräften der Feuerwehr bleibt aber nichts anderes übrig, als die Anlage kontrolliert abbrennen zu lassen. „Eine andere Möglichkeit gibt es nicht“, so Gemeindebrandinspektor Gerd Ingenerf. Selbst die größten Drehleitern der Feuerwehr könnten nur bis zu einer Länge von maximal 35 Metern ausgefahren werden und reichten bei weitem nicht bis an den Brandherd.

Die Einsatzkräfte sind quasi zum Zuschauen verbannt und können die Anlage nur absperren, damit niemand von herabstürzenden Teilen verletzt wird. "Es besteht die Gefahr, dass die Flügel herunterfallen können“, sagte Gerd Ingenerf, einer der beiden Einsatzleiter. Die Kanzel selbst, eine acht Meter lange und zwei Meter hohe Metallkuppel, könne so schnell nicht herunterfallen.

Der Einsatz der Feuerwehr dauert noch an.(AG/mawo)

Brennendes Windrad in Uedem

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Kommentare
10.03.2016
14:21
Zwei Verletzte bei Brand einer Windkraftanlage in Uedem
von Wildschutz | #3

Unterliegen Windkraftwerke also nicht den Brandschutzverordnungen für Bauwerke? Was macht man wenn ein Hochhaus brennt? Auch kontrolliert abbrennen...
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Zwei Verletzte bei Brand einer Windkraftanlage in Uedem
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2016-01-14 13:22
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