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Winter

Zwei Rohrbrüche an Liebfrauenschule

10.02.2012 | 15:07 Uhr
Zwei Rohrbrüche an Liebfrauenschule
Nach einem Wasserrohrbruch ist die Halle der Liebfrauenschule wohl bis zum Sommer unbrauchbar. Foto: Roy Glisson

Goch.   Erst Anfang der Woche hatte die Kälte ein Rohr im Lehrerzimmer platzen lassen. Sportunterricht ist in der Halle der Grundschule wohl bis zum Sommer nicht mehr möglich. Lösung mit Nachbarschulen wird noch verhandelt.

Die Turnhalle der Liebfrauenschule ist wohl bis zum Sommer unbrauchbar: Der bereits zweite Rohrbruch in dieser Woche an der katholischen Grundschule hat in der Nacht zum Donnerstag die gesamte Halle zentimeterhoch unter Wasser gesetzt. „Dabei war das hier das letzte Gebäude mit diesem schönen, alten Parkettboden“, sagt Schulleiterin Engeline Aymans wehmütig.

Rohrbruch auchim Lehrerzimmer

Doch als der Hausmeister morgens aufschloss, war es schon zu spät: In der Nacht ist – offenbar durch die Kälte – ein Rohr in der Hallendecke geplatzt. „Das fiel hier wie ein Wasserfall von der Decke hinab“, sagt Aymans. „Bis 11 Uhr ist es selbst nach dem Abdrehen noch weiter gelaufen.“ Erst in der Nacht auf Dienstag war im Lehrerzimmer ein Rohr geplatzt. „Da sind alle Möbel raus, das können wir auch nicht benutzen.“

Zur Turnhalle sind gestern Gutachter angerückt, das städtische Immobilienmanagement half beim eiligen Ausräumen. „Was die Ausrüstung im Geräteraum angeht, wissen wir noch nicht, wie hoch der Schaden ist“, so Aymans. „Die Decke und der Boden müssen höchstwahrscheinlich komplett neu gemacht werden.“

Noch am frühen Abend standen unten einige Pfützen, oben waren große Wasserflecken sichtbar. Der Boden hat einen Großteil der Feuchtigkeit zwar aufgesogen – „wenn das trocknet, wird er kaputtgehen.“ Aymans zählt auf: „Die Prallschutzwände sind relativ neu gewesen. Matten und Bänke sind total nass geworden, die Sprossenwände haben’s zum Glück überlebt.“ Die Stadt als Schulträger sei gegen solche Schäden versichert.

Vereinebetroffen

Geplatzt war eine Gebrauchswasserleitung, die unter der Hallendecke verläuft – „Gott sei Dank kein Heizungsrohr“. So ist der normale Unterricht in einer weiter gut geheizten Schule gesichert. Für den Sport muss nun aber eine Lösung her. Die 306 Grundschulkinder haben drei Wochenstunden auf dem Stundenplan stehen. „Wir verhandeln mit Nachbarschulen, dass wir deren Hallen mitnutzen können“, sagt Aymans. Dann fahre man für Doppelstunden eben mit einem Schulbus herüber. Als Übergangslösung gebe es jetzt erst einmal „Bewegungs-Stunden“ im Forum der Schule.

Um einen neuen Trainingsort müssen sich nach dem Wasserschaden auch Vereine kümmern, weiß Gochs Stadtsprecher Torsten Matenaers. Glück im Unglück: „Zumindest die Karnevalsvereine trainieren ja im Moment nicht.“ Wie hoch die Schadenssumme ist, müssten nun „erst einmal Fachleute untersuchen“.

Julian Weimer

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