Zurück im „Kernland”
21.01.2009 | 00:01 Uhr 2009-01-21T00:01:00+0100Der Rheinische Mühlenverband macht in Kranenburg Station. Vorsitzender Kersting eröffnete die Präsentation.
Im Land der Mühlen, so Kranenburgs Bürgermeister Steins bei der Eröffnung, eröffnete Ex-Landrat Rudolf Kersting als Vorsitzender des Rheinischen Mühlenverbandes in dieser Woche eine Mühlen-Ausstellung im Foyer des Rathauses.
Sie beschäftigt sich noch bis zum 6. Februar zu den Öffnungszeiten der Kranenburger Verwaltung mit dem gut aufgearbeiteten Thema von Wind- und Wassermühlen im deutsch-niederländischen Grenzraum.
Und diese Grenzen im hiesigen Grenzraum waren immer auch fließend, und dies im wörtlichen Sinne. Denn die Wasserkraft spielte von Beginn an eine große Rolle. So zählte der Mühlenverband allein im Rheinland, beginnend ab Mitte des 19. Jahrhunderts, fast 4000 Wassermühlen, dazu noch einmal allerdings (nur) 456 Windmühlen.
Verbandsvorsitzender Kersting, der sein Amt wie angekündigt in diesem Jahr in jüngere Hände legen will, freute sich zu Wochenbeginn in Kranenburg darüber, dass auch diese 24. Station der Ausstellung wieder auf die Region bezogen werden konnte.
Keine Frage, so Kersting, dass unter den Bilddokumenten oder Archivmaterialen auch eine Reihe von Mühlen aus dem Kreis Kleve zu finden seien, dazu eben sieben Mühlen aus den Niederlanden, wobei die NL-Region Gelderland eine besondere Berücksichtigung gefunden habe.
Aber natürlich habe die Gemeinde Kranenburg mit der ehemaligen Stadtmühle ein besonderes Juwel, ebenso sei die Umgebung der Grenzfeste mit Bauwerken wie der Mehrer Mühle zu erwähnen, so Kersting. An dieser Stelle sei auch immer wieder, und dies bis heute, der ehrenamtliche Einsatz bei der Restaurierung dieser Bauwerke herauszustellen, der von privaten Investoren ebenso.
Mühlenfreunde können sich bereits jetzt wieder auf den Mühlentag über Pfingsten freuen, wenn bundesweit über 1000 Mühlen ihre Pforten öffnen werden. Verbandsvorsitzender Kersting machte sich aber auch für die Modernität solcher Anlagen stark: Mühlen seien nicht nur und ausschließlich Denkmäler in der Landschaft, sondern sie würden uns auch heute nach wie vor zeigen, dass zum Beispiel Wasserkraft nichts Rückwärtsgewandtes sei.
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