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Reichswaldritt

Wo Bären Hufeisen tragen

24.05.2008 | 00:02 Uhr

TRADITION. Zum 32. Mal machten sich Reiter aus ganz NRW auf eine Tour über den Niederrhein. 100 Teilnehmer dabei.

KRANENBURG. Bären tragen Hufeisen. Luchse sind mit Sattel und Zaumzeug unterwegs. Und die Rehe? Sie schreiten stolz ihres Weges – ohne Scheu den Menschen gegenüber. Hintereinander traben die Gruppen der Bären, Luchse, Rehe und Co. am Freitagmorgen durch den Reichswald. Das, was im gewöhnlichen Naturtreiben undenkbar wäre, gibt's einmal im Jahr dann doch: beim großen Reichswaldritt. Die zehn teilnehmenden Teams erhalten nämlich einen Waldtier-Namen, je nach Schnelligkeit und Gemüt der Vier- und Zweibeiner. Damit geht's dann drei Tage durch den Reichswald, Pausen und Programm inklusive.

Veranstaltet vom Pferdesportverband Rheinland, dem Kreispferdesportverband Kleve und dem Kranenburger Reitverein, starteten gestern rund 100 Pferdefreunde zum gemeinsamen Wanderritt. Unter Schirmherrschaft von Landrat Wolfgang Spreen hatte das Event zum 32. Mal seine Beliebtheit bewiesen. Bestes Beispiel: Volker Mittag aus Mettmann, der keinen der 32 Ritte verpasst hat, „weil hier einfach alles stimmt”, sagte er. „Organisation, Verpflegung, Stimmung – einfach alles super.” Außerdem lobte er das tolle Ausritt-Gebiet des Niederrheins. „Vom Westernreiter bis zum Dressurpferd ist hier alles vertreten”, so Pressesprecher und Mitorganisator Stephan Derks. Untergebracht sind Mensch und Tier in umliegenden Boxen und Pensionen.

Rund 30 Kilometer legen sie pro Tag zurück, zur Rast werden Ziele wie der Reichswaldhof in Nierswalde angesteuert. Abends geht's in den „Saloon” der Frasselter Reithalle – auf einen Sekt für die Cowboys.Info: www.reichswaldritt.de.

Katrin Reinders

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