Wird die Union verkauft?

Kleve..  Der Klever Investor Bernd Zevens ist offenbar bereit, sich vom denkmalgeschützten Bereich des Union-Werkes zu trennen. Nach NRZ-Informationen steht der Verkauf kurz vor dem Abschluss, die Verhandlungen mit einem Investor aus dem Ruhrgebiet sind offenbar weit gediehen. Jochen Koenen von der Zevens Grundbesitz GmbH wollte diese Gerüchte nicht kommentieren und sagte lediglich, am Grundgedanken, wie das Gelände entwickelt werden soll, habe sich nichts geändert. Möglicherweise sei in 14 Tagen etwas spruchreif.

Die Entscheidung, diesen Teil der Industriebrache nicht selbst zu entwickeln, würde überraschen, hatte Zevens Grundbesitz doch bei der Verwertung der ehemaligen Schuhfabrik Hoffmann an der Siegertstraße ein glückliches Händchen bewiesen. Das Gebäude wurde umgebaut und beherbergt heute eine Mischung aus Wohnen, Gewerbe, Gastronomie, Dienstleistung – sowie die Verwaltung von Zevens Grundbesitz.

Doch von der Idee, es auf die gleiche Weise mit dem 25 000 Quadratmeter großen Union-Gelände zu tun, nahm das Unternehmen offenbar Abstand. Nach NRZ-Informationen ist der mögliche zukünftige Investor in Mülheim an der Ruhr ansässig und hat Erfahrung mit der Entwicklung derartiger Immobilien. Die ehemalige Hauptverwaltung des Margarinewerks soll abgerissen werden. Dass dies bisher noch nicht geschehen ist, hat laut Koenen einen einfachen Grund: „Da stehen noch Antennen drauf.“