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„Wir haben uns positioniert!“

12.04.2011 | 18:02 Uhr
„Wir haben uns positioniert!“
Die Hanna-Heiber-Schule stellte ihr Zukunftspläne vor. Hier von links: Schulsozialarbeiterin Lianna Gahlert, Schulleiter Bernd Rütten, Bürgermeister Günter Steins, Schulsprecher Frederic Hermsen, Manfred Janssen (Gemeinde Kranenburg), Schulsprecher Tobias Teuwsen und Schulpfegschaftsvorsitzende Anne Bering-Koenen. Foto: Johannes Kruck / WAZ FotoPool

Kranenburg.Die Bezeichnung Hauptschule ist zwar für die Kranenburger nicht zum Pfui-Wort geworden, hat aber im Namenszug der Schule nichts mehr zu suchen. Das machten jetzt auf einem Infogespräch Schulleiter Bernd Rutten und auch Bürgermeister Günter Steins deutlich.

„Bislang wurde Schule zu sehr nach ihrer Bezeichnung – Hauptschule, Realschule etc. – bewertet. Wir wollen eine Bewertung nach Leistung.“ Soll heißen: „Hanna-Heiber-Schule (HHS) – Sekundarschule für Kranenburg“ so lautet ihr Name fortan.

„Das macht neugierig“, so Rütten, „wir positionieren uns damit.“ Steins bestätigte: „Die HHS wird so zum Markenzeichen und wir können ein heimatnahes Bildungsangebot bieten.“ Bilingual, mit projektorientiertem Lernen in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern und mit intensiver und mehrbeiniger Berufsvorbereitung. Das kommt offensichtlich an: Zum Schuljahr 2011/12 sind bis heute 34 Schüler für die künftige Jahrgangsstufe 5 angemeldet worden. Davon neun mit eingeschränkter Realschulempfehlung. Die 34 Schüler kommen aus dem Nordkreis Kleve – Kranenburg, Reichswalde, Düffelward, Kleve und sogar vier aus Emmerich.

Außerschulische Sozialarbeit

„Die Schüler müssen ja nicht nach Kranenburg fahren, sie tun es freiwillig“, erklärt Rütten. Und freut sich über die offensichtlich positive Positionierung seiner Schule. Steins betonte, dass es falsch sei zu behaupten, dass eine Hauptschule Bildungstüren zuschlage. Die HHS stehe allen Kindern offen und bietet mit den Abschlüssen 10 a und 10 b die gleiche Möglichkeit wie eine Realschule. Kein unwesentlicher Fakt, wenn man die Diskussionen/Unsicherheiten bezüglich der Kapazitäten an den Klever Realschulen sieht.

Es ist allerdings auch kein Geheimnis, dass die HHS mehr Schüler aus der eigenen Gemeinde an sich binden möchte. Doch auch bei 34 Kindern für die neue Klasse 5 ist klar, dass in zwei Lerngruppen gearbeitet wird. Und wenn noch zwei Anmeldungen hinzu kommen, dann dürfen es offizielle zwei Klassen sein.

Übrigens: Mit Lianna Gahlert hat eine neue Schulsozialarbeiterin an der HHS ihre Arbeit aufgenommen. Sie wird vielleicht auch in außerschulische Sozialarbeit eingebunden.

Anke Gellert-Helpenstein

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