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"Wir haben uns als Team gefreut"

08.06.2009 | 18:49 Uhr

Variante C gefällt den Bürgern am Besten / Der Kalkarer Architekt Gunnar Ader hat daran mitgearbeitet

Die Klever Bürger sind sich einig: Sie möchten ihr Rathaus gerne saniert sehen, entsprechend den Plänen des Teams „Astoc Architekten Köln/Gunnar Ader”. 5816 Stimmen (43,77 %) gab es bei der Bürgerbefragung am Sonntag für Variante C. Nun wird der Rat der Stadt Kleve über dieses Ergebnis diskutieren.

Ein Grund zur Freude war das Ergebnis für den Kalkarer Architekten Gunnar Ader: „Wir freuen uns als Team”, erzählte er am Tag nach der Wahl. Immerhin sei die Sanierungsvariante C in Zusammenarbeit mit verschiedenen Büros entstanden. „Und natürlich sind wir froh, dass wir überzeugen konnten.” Am Sonntagabend war Ader selbst im Rathaus und hat mitgefiebert. „Das war eine spannende Geschichte”, erinnert er sich. Nacheinander kamen die Ergebnisse aus den Wahlbezirken zusammen und wurden präsentiert. Erst langsam wurde klar, dass der eigene Entwurf es geschafft hatte.

Gehofft hatte Ader es natürlich, und eine Chance hatten er und seine Mitstreiter sich auch ausgerechnet. Da er aber im Vorfeld nur die Stimmen einzelner Bürger kannte, konnte er die eigene Stellung nicht abschätzen. „Das hätte auch anders ausgehen können.” Als größten Unterschied zu den anderen Bewerbern nennt er den zwischen Neubau und Sanierung. Und vermutet, dass für viele Bürger der Neubau einen zu großen Einschnitt darstellte. Vielleicht haben auch die Finanzen den Ausschlag gegeben, immerhin sei sein Team „vorsichtiger an den Kostenrahmen herangegangen.”

Ein markantes Merkmal des Entwurfs ist der „neue” alte Ratssaal. Er musste nach Vorgaben der Ausschreibung an seinem Platz bleiben. Aber: „Er sollte zu etwas Besonderem werden”, erklärt der Architekt. Auch für den Rest des Rathauses gilt: Vernünftig und schön soll es werden.

Durch technisch aktuelle Voraussetzungen soll das Arbeiten angenehmer werden. Eine deutliche Verbesserung für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung wird angestrebt. Der Haupteingang wird auf die andere Seite verlegt, zum Ratssaal. Hier soll mit dem Rathausplatz ein neuer Anlaufpunkt entstehen.

Die Bürgerbefragung bedeutete auch für den Architekten einen Unterschied zur sonstigen Arbeit. Er hält das Modell für sehr schön und interessant, und hätte sich manchmal eine noch intensivere Beteiligung durch Ideen seitens der Bürger gewünscht. Sein Fazit: „Jeder Entwurf hatte Charme. Aber der Eigene” fügt er lachend hinzu, „ist natürlich immer der Beste.”

Maren Reimer

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