Windräder nicht im Wald?

Kranenburg..  „Wir gönnen, ja wir wünschen Ihnen alternative Energie auch in Form von Windenergieanlagen (WEA) – aber nach den Regelwerken von NRW“. Das schreibt Karl-Heinz Burmeister im Namen des Bundes für Umwelt und Naturschutz an den Kranenburger Bürgermeister. Burmeister erhebt „gegen einen Beschluss des Rates vorsorglich Einspruch“... „bevor eine Normenkontrollklage am Ende Ordnung in Ihr Chaos bringt.“ Es geht um die Windräder am Kartenspielerweg im Reichswald. Kranenburg habe keine nötige Potenzialflächenanalyse erarbeitet. „Das musste erst der Besitzer des Waldes, der Landesbetrieb Wald und Holz NRW, als Träger des Verfahrens“ Mitte Mai durch die Firma ABO-Wind im Nachhinein „für Sie veranlassen. Ein absurder Zustand,“ findet Burmeister.

Er erinnert an den politischen Willen in NRW, dass „WEA“ nur in Waldregionen zugelassen werden solle, die ökologisch zusammenhängend von minderer Mono-Kultur sind. Es sei absurd, aus einem ganzheitlich geschützten Mischwald nun parzellenscharf Nadelbäume zu selektieren, um dort Industrie-Anlagen zu errichten. „Alle Wälder des Kreises Kleve sind nach Prüfung Tabu“, meint Burmeister. „Kranenburg ohne geeignete Standorte und ohne Stadtwerke ist impotent und hat sich mit der Nachbar-Gemeinde (Goch) zu einigen und eine gemeinsame Planung neu zu starten.“ Goch habe die Stadtwerke und „reichlich mit konfliktfreien Fläche“.