Wer wird Bürgermeister?
04.11.2007 | 15:37 Uhr 2007-11-04T15:37:32+0100KOMMUNALWAHL. Die Parteien im Klever Rat wollen alle eigene Kandidaten ins Rennen schicken. Theo Brauer lässt noch offen, ob er wieder kandidieren wird.
KLEVE. Wird er oder wird er nicht? Eine spannende Frage - vor allem wenn es um die Kandidatur zur Bürgermeisterwahl geht. Und eine, auf die Kleves Bürgermeister Theo Brauer keine Antwort gibt. Bis auf diese: "Ich kaufe nicht Ostern schon die Weihnachtsbeleuchtung", sagt er schmunzelnd mit Blick auf den Termin der Kommunalwahl im Herbst 2009. "Jeder kann sich denken, wie es weitergeht", schiebt er noch kurz auf Nachfrage nach.
Dann denken wir mal laut: Theo Brauer, der sich bei der letzten Kommunalwahl erst in einer Stichwahl gegen seine SPD-Kontrahentin Petra Tekath durchsetzte, wird von der CDU erneut aufgestellt. Wird er gewählt, bleibt er bis zur Mitte der Legislaturperiode im Amt. Und macht dann Platz im Chefsessel für seinen jetzigen Kämmerer Willibrord Haas. Möglich? Wahrscheinlich? Abwarten!
Sicher ist bereits jetzt, dass es ähnlich harmonische Einigkeit wie in Bedburg-Hau nicht geben wird. Dort haben sich - mit Ausnahme der CDU - alle Parteien bereits auf einen Kandidaten festgelegt: den jetzigen Amtsinhaber Peter Driessen, der bekanntlich parteilos ist.
Die SPD wird in Kleve auf jeden Fall einen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin ins Rennen schicken, kündigt Fraktionschef Alexander Frantz an: "Wir werden uns im Laufe des nächsten Jahres entscheiden".
Ähnlich die Reaktion der Klever CDU. "Wir werden im Vorstand und im Ortsverein im ersten Halbjahr 2008 beraten. Die endgültige Entscheidung soll nach den Sommerferien fallen", signalisiert der Stadtverbandsvorsitzende Jörg Cosar. Derartige Entscheidungen vorher zu treffen, bringe zuviel Unruhe in die Diskussion, so Cosar.
Für die Grünen kandidierte bei der letzten Kommunalwahl Dr. Artur Leenders, der inzwischen einer der stellvertretenden Bürgermeister ist. Ob und wenn ja, welchen Kandidaten die Grünen nominieren werden, sei derzeit noch offen, sagte deren Sprecher Michael Bay. Der für die sehr frühe Entscheidung der Bedburg-Hauer Parteien Verständnis hat: "Peter Driessen ist ein Geschenk für Bedburg-Hau. Ich finde klasse, was er auf die Beine stellt. Und vor allem, wie er das Amt ausübt. Das ist erholsam."
Für Kleve bereits jetzt einen Kandidaten zu benennen, sei nicht notwendig: "Es ist noch soviel Arbeit zu erledigen. Und die ist wichtiger", konstatiert Bay: "Es wird alles zu seiner Zeit geregelt."
Für die Klever FDP geht Daniel Rütter davon aus, dass seine Partei einen eigenen Kandidaten aufstellen wird: "Wir haben allerdings noch niemanden im Auge." Beim letzten Mal hatte Reinhold Tobisch kandidiert.
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