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Weniger Verkehrstote im Kreis Kleve

19.02.2013 | 18:16 Uhr
Weniger Verkehrstote im Kreis Kleve
Foto: NRZ

Kreis Kleve.   Schon 2011 (und 2009) konnte sich die Kreispolizeibehörde Kleve über „nur“ 18 Verkehrsopfer freuen. Jetzt sank die Zahl auf 13. Ein historischer Tiefstand.

Weniger Tote – mehr Verletzte (Senioren)! Die Unfallstatistik der Kreispolizeibehörde Kleve spricht eine klare Sprache. Für 2012 sogar eine sehr positive, denn in allen Bereichen sanken die Opfer- und Unfallzahlen. Die Senioren (65 plus) bilden da eine Ausnahme. „Zwar sank auch hier die Zahl der Menschen, die ihr Leben im Straßenverkehr lassen mussten (von neun auf vier), aber die Zahl der verletzten Senioren stieg um 24 (acht Schwer- und 16 Leichtverletzte)“, erklärte Wolfgang Tühl. Ein „Trend“, der wohl auch künftig zu erwarten sei, da im Zuge der demografischen Entwicklung Senioren aufgrund ihrer Mobilität zunehmend am Straßenverkehr beteiligt sind.

Entsprechende Präventionsprogramme im Bereich „Senioren“ wurden bereits auf den Weg gebracht. Alle anderen Zahlen sind (statistisch gesehen) erfreulich. Waren es Mitte der 70er Jahre noch über 100 Verkehrstote im Kleverland, so sind es 2012 „nur“ 13 Tote gewesen. „Das ist ein historischer Tiefstand“, so Tühl. U.a. Geschwindigkeitskontrollen sollen auch weiterhin helfen, Unfälle zu vermeiden. Und damit die Zahl auch der Schwerverletzten, die im Jahr 2011 bei 281 lag und 2012 auf 258 sank.

Ein junger Mensch musste sterben

Bereits eine Absenkung des Niveaus innerorts um zwei Stundenkilometer führt zu einem Rückgang der Unfälle mit Personenschäden um 15 Prozent.

In der Gruppe der Fahranfänger (18 bis 24 Jahre) verlor ein junger Mensch sein Leben. 2011 waren es noch drei. Präventionsmaßnahmen wie die Crash-Kurse (siehe unten stehender Text) haben dazu beigetragen, die Zahl zu reduzieren. „Dennoch ist das Risiko einer Verletzung durch einen Verkehrsunfall für diese Altersgruppe mehr als doppelt so hoch wie bei allen anderen Verkehrsteilnehmern“, betonte Tühl.

Bei den Jugendlichen ging die Zahl der Unfälle um 20 Prozent zurück, kein Jugendlicher ist unter den 13 Opfern. Auch kein Kind. Hier stieg die Zahl der Verletzten auf dem Schulweg allerdings um fünf auf 36. Aber die Zahl der insgesamt verunglückten Kinder sank, ebenso wie die Zahl verletzter Radfahrer. Auch im laufenden Jahr sollen Verstöße durch Fietser konsequent geahndet werden.

Anke Gellert-Helpenstein


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