Weniger Verkehr am Forstgarten
08.02.2008 | 16:24 Uhr 2008-02-08T16:24:00+0100Tiergartenstraße soll verkehrsberuhigt oder ganz abgehängt werden. Querstraß´e ab 2010 bauen. Bund stimmte Umgehung Kellen zu: Große Spange ab Haus Schmithausen.
KLEVE. Zumindest entlastet werden soll der Knotenpunkt Tiergartenstraße, Klever Ring und Gruftstraße. „Man hätte die Möglichkeit, wenn es gewollt ist, die Tiergartenstraße ganz abzuhängen oder verkehrszuberuhigen”, beschreibt Baudezernent Jürgen Rauer im Gespräch mit der NRZ. Ob das nötig wird, soll bis 2010 geklärt werden. Auf jeden Fall steckt der Landesbetrieb Straßenbau derzeit im Trassen-Findungsverfahren, um eine Querspange von der Tiergartenstraße beim Gut Gnadenthal durchs Wäldchen, parallel zur Eichenallee rüber zur K 3/ Landwehr in Rindern zu ziehen. Damit würden Lärm und Abgase vom Gebiet der historischen Gartenanlagen Kleve, vom Erholungsgebiet Forstgarten und Erschütterungen vom Museum Kurhaus fern gehalten. Ein in Bezug auf den Denkmalbereich und die Landschaftsgestaltung „konfliktarmer Trassenkorridor” muss gefunden werden. Ende 2008 bis Mitte 2009 soll das Suchen beendet sein, erstes Geld will der Landesbetrieb 2009 in den Etat einstellen, Baubeginn 2010. Im Dezember 2004 war das Verkehrsaufkommen bereits untersucht worden im Zusammenspiel mit der städtischen Planung der Verbindungsstraße Oranienstraße/Tweestrom und der Planung der B 220 neu / Ortsumgehung Kellen. „Die Querspange ist keine Alternative zur großen Umgehung, aber auch keine Konkurrenz dazu”, betont Rauer. Das Ingenieurbüro hatte für das Jahr 2020 auf Tiergartenstraße und Klever Ring nach Bau einer Querspange 6072 Fahrzeuge pro Tag vorausberechnet, ohne diese Querstraße 13 152 Autos pro Tag erwartet. Also würden 7080 Autos, somit 53 Prozent, die Querspange nutzen. Grundlage der Berechnung ist, dass bis dahin die Ortsumgehung Kellen realisiert wird. Dazu überbrachte der Baudezernent dem Bauausschuss gute Nachricht: Der Bund hat der Umgehung Kellen zugestimmt. Kurvenradien und Kreuzungspunkte will der Landesbetrieb Straßenbau jetzt ausarbeiten. Im nächsten Jahr geht's ins Planfeststellungsverfahren. Der Landesbetrieb Straßenbau, der zunächst einen Kreisverkehr zur Umgehung Kellen befürwortete, hatte sich von der Stadtverwaltung Kleves überzeugen lassen und dem Bauministerium die Variante mit großer Spange ab Haus Schmithausen vorgelegt.
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