Wasserburg wird ein Schmuckstück

Dr. Kurt Kreiten freut sich über die Fertigstellung der Wasserburg.
Dr. Kurt Kreiten freut sich über die Fertigstellung der Wasserburg.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die Sandstein- und Klinkerfassade der historischen Bildungsstätte in Rindern wird umfangreich aufgearbeitet. Ende Juni sollen die Gerüste wieder verschwinden

Kleve-Rindern..  Ein Blick hinter das Baugerüst verrät: Die Wasserburg in Rindern wird ein Schmuckstück. Seit November wird das historische Gebäude am Rande des Neuen Tiergartens umfangreich saniert. „Die Fassade hat enorm unter den Umwelteinflüssen gelitten“, schildert Dr. Kurt Kreiten, der die katholische Heimvolkshochschule auf der Wasserburg Rindern leitet. Der brüchige Sandstein wurde ausgebessert und zum Teil ersetzt und auch jede einzelne Fuge wurde rausgefräst und neu gemacht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: „Die Wasserburg wird ein ganz neues, frisches Aussehen erhalten“, freut sich Dr. Kurt Kreiten. In Absprache mit den Architekten hat man sich für eine helle Fuge entschieden, die dem Mauerwerk einen neuen Glanz verleiht.

Ende Juni soll alles fertig sein

Einstweilen muss er sich allerdings noch ein wenig gedulden. Die Arbeiten am Mauerwerke sollen Ende Juni abgeschlossen werden, erst dann kann auch das Baugerüst entfernt werden, um den Blick auf die neue Wasserburg frei zu geben. „Mitte der 50er Jahre wurde das Haupthaus zuletzt saniert. Wir sind 1956 eingezogen und seitdem wurden auch keine größeren Arbeiten am Haupthaus mehr vorgenommen“, schildert Kreiten. „Es war jetzt höchste Zeit, dass etwas gemacht wurde. Weitere fünf Jahre hätten wir nicht mehr warten können.“ Noch vor den Sommerferien soll alles fertig sein.

Auf seinem Schreibtisch liegt ein Stück abgeplatzter Sandstein. Immer wieder fielen nach den Wintertagen Stücke vom Mauerwerk. Der weiche Sandstein hatte Risse, in denen das Wasser bei Frosttemperaturen gefror. „Und dann platzen die Stücke ab“, so Kreiten. Ein Unternehmen aus Brüggen hat jetzt zum Teil ganz Stücke aus den Fensterrahmen entfernt und wird diese aufarbeiten.

Feinstaub drang durch jede Ritze

Sehr viel Dreck und Staub hat allerdings das Ausfräsen der Fugen bedeutet: „Das war schon eine enorme Belastung für die Mitarbeiter und die Gäste“, sagt Kreiten. Sein Büro war selbst stark betroffen. Der Feinstaub drang selbst durchs geschlossene Fenster. Die Büros in der oberen Etage seien daher geräumt worden. Und auch die Gäste mussten ein ums andere Mal umquartiert werden.

Die Wasserburg Rindern ist eine Einrichtung des Bistums Münster und direkt dem bischöflichen Stuhl unterstellt. Wie viel Geld investiert worden ist, möchte Kreiten nicht sagen. Aber es sei ein sechsstelliger Betrag gewesen. Seit 2008 liegen die Pläne für eine Fassadensanierung in der Schublade. Und ursprünglich hatte man noch die Hoffnung, einen Zuschuss aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung zu erhalten. Jetzt stemmt es das Bistum selbst. „Die Wasserburg ist uns sehr wichtig. Das Haus ist eine Landmarke für die Region.“