Waldstraße wird saniert

Die Waldstraße in Kleve wird saniert.
Die Waldstraße in Kleve wird saniert.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Für 1,254 Millionen Euro wird der Kanal erneuert, die Beleuchtung ausgetauscht und die Gehwege werden neu gepflastert. Vermutlich mehr Verkehr auf der Römerstraße

Kleve..  Das wird die nächste große Straßenbaustelle in Kleve. Ab Mai wird die Waldstraße von der Kreuzung an der Gruft bis zur Nimweger Straße komplett saniert und ausgebaut. Tiefbauamtsleiter Willibrord Janßen stellte jetzt die Pläne im Umwelt- und Verkehrsausschuss vor. Insgesamt investiert die Stadt 1,254 Millionen Euro, die zum Teil auch von den Anwohnern getragen werden müssen. Ein Jahr lang wird die Baumaßnahme dauern. Es wird erwartet, dass in diesem Zeitraum der Ausweichverkehr auf der Römerstraße zunehmen wird.

Kanal ist einsturzgefährdet

Willibrord Janßen verdeutlichte, dass der Kanal der Waldstraße dringend erneuert werden muss. Die Abwassereinrichtung wurde 1930 verlegt und sei heute „abgängig und zum Teil einsturzgefährdet“, so Janßen. Auch die Gehwege seien abschnittsweise in einem sehr schlechten Zustand und „unfallgefährlich“, so der Tiefbauamtsleiter.

Die Waldstraße, die als eine Haupterschließungsstraße geführt wird, soll in zwei Abschnitten saniert werden. Im Mai möchte die Stadt an der Gruft, unmittelbar vor dem griechischen Restaurant, beginnen und den Kanal bis zur Grenzallee erneuern. Auch die Beleuchtung und der Straßenbelag werden ausgetauscht. Die Gehwege werden gepflastert, die Straße wird asphaltiert. Im zweiten Abschnitt werden dann die Arbeiten von der Grenzallee bis zur Nimweger Straße erfolgen.

Die Waldstraße sei mit einer Breite von sechs Metern ziemlich schmal. „Das lässt uns wenig Raum für Gestaltungsmöglichkeiten“, so Janßen. An der Parkaufstellung wolle man aber festhalten. Auch ein paar Bäume und Grünfelder wolle man im Zuge der Baumaßnahme pflanzen bzw. anlegen.

Im Kreuzungsbereich zur Gruftstraße wird eine Querungshilfe für Geh- und Sehbehinderte eingebaut. Einen Schutzstreifen für Fahrradfahrer könne man auf der Waldstraße nicht errichten, dafür sei die Straße zu schmal. Zudem gilt auf der Waldstraße Tempo 30.

Neben der Waldstraße soll auch die Parallelstraße, die Römerstraße, in diesem Jahr verändert werden. Der Verkehrsausschuss diskutierte über die Verkehrsregelung dieser stark befahrenen Straße. Die Stadt soll jetzt prüfen, ob es möglich ist, dass an beiden Straßenseiten Parkbuchten zwischen den Bäumen errichtet werden können. Zudem soll dann auf der Fahrbahn ein Fahrradschutzstreifen aufgezeichnet werden. Die Grünen-Politikerin Wiltrud Schnütgen sagte: „Uns ist wichtig, dass sich die Situation für Radfahrer verbessert.“ Ralph van Hoof erklärte, dass es nicht möglich sei, auf beiden Straßenseiten einen Schutzstreifen für Radfahrer anzulegen. Dafür sei die Straße zu klein.

Neben den Parkbuchten und Fahrradstreifen soll die Stadt prüfen, ob an der Kreuzung am Stein-Gymnasium eine vorgelagerte Haltemöglichkeit für Radfahrer aufgezeichnet werden kann. Radfahrer sollen dann künftig vor den Autofahrern in den Kreuzungsbereich fahren können. Ob dafür eine Zustimmung von Straßen.NRW benötigt wird, soll die Verwaltung jetzt klären.

Kein Kreisverkehr

Einen Kreisverkehr für die Kreuzung Römerstraße/Ringstraße wird es übrigens nicht geben. Die Grünen hatten dies in den Haushaltsberatungen beantragt. Baudezernent Jürgen Rauer teilte allerdings mit, dass Straßen.NRW an dieser Stelle aus Gefahrgründen keinen Kreisverkehr zulässt.