„Vorbereitet, auf was wir das Leben nennen“

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Bedburg-Hau.  Nach 47 Jahren schließt die St. Markus-Hauptschule Bedburg-Hau. Mit einem großartigen Tanz verabschiedeten sich die Neuner-Klassen am Samstag, mit Trommeln die afrikanische AG, mit großartigem Blues-Brothers-Auftritt Lehrer Hans-Jürgen Richter. Ein fröhlicher Festakt zum betrübten Abschied. Das Gebäude belebt nun und künftig die Dependance der Sekundarschule Kleve.

Man habe 47 Jahre hunderte Schüler nicht nur auf den Weg durch die Schule begleitet, sondern ihnen auch den Weg ins Leben geebnet, sagte Schulleiter Detlev Kranz. Die Schule könne stolz sein, weil sie keinen zurückgelassen habe. Er dankte der Gemeinde, dass sie dafür ein „gut gebautes Haus“ gestellt habe.

Bürgermeister Peter Driessen, der selbst diese Schule besucht hatte, sagte: Dies sei immer eine Schule gewesen, die lange von den Nachbargemeinden beneidet und bewundert worden und deren Qualität anerkannt gewesen sei. Hier habe man sich um jeden Einzelnen bemüht, um ihn ins Berufsleben zu führen. „Wir wurden auf das vorbereitet, was wir das Leben nennen“, sagte Driessen. Alle könnten stolz darauf sein, was sie in dieser Schule geleistet hätten, so Driessen mit Blick in die Runde, wo er viele Ehemalige fand: Schüler wie Lehrer. „Wir könnten hier heute drei Schulen aufmachen“, flachste Driessen.

Es sind „Die Stars, die gehen“ lautet denn auch das Motto auf den schwarzen T-Shirts der „Zehner“, auf denen ihre Namen und die der Lehrer stehen. Die Lehrer wechseln an andere Schulen – zum Beispiel geht Marion Heitmann nach 41 Jahre Markus-Schule im neuen Schuljahr an die Kellener Konrad-Adenauer-Hauptschule, die auch in weiterer Zukunft auslaufen wird. Zum Schluss bekam Bürgermeister Driessen den Schulschlüssel zurück.