Von Bach bis Bob Dylan

John Sampers vor seiner Bühne in Zyfflich
John Sampers vor seiner Bühne in Zyfflich
Foto: Andreas Daams
Spaß an der Musik rüberbringen. John Sampers veranstaltet auf seiner Open-Air-Bühne in Zyfflich Konzerte. Deutsche Musiker gesucht

Zyfflich..  . Das riesige Grundstück, etwa 6000 Quadratmeter groß, gehört John Sampers und seiner Frau. Aber etwas besitzen, nur um es zu besitzen, war seine Sache nie. „Ich habe überlegt, was ich noch realisieren kann in meinem Leben“, erzählt Sampers. „Und da habe ich mir gedacht, dass ich aus meinem Grundstück eine Kulturlandschaft mache.“ Viele Leute, viel Musik, gute Stimmung – das ist das erklärte Ziel. Seit 2011 veranstaltet er Konzerte in seinem Garten. In diesem Sommer sind mindestens 14 Samstage oder Sonntage verplant. 80 Leute maximal lässt er pro Konzert hinein. Es waren auch schon über 110 Besucher da. „Aber das sind zu viele, da geht die Intimität verloren.“

Was ist das also nun, was einen in Zyfflich erwartet? Zunächst ein aufsehenerregender Park mit Seen, Hügeln und lauter afrikanischen Figuren. Sampers hat lange Jahre Kunst aus Simbabwe verkauft, bis er dort während der Unruhen gegen Weiße im Gefängnis saß. Unvergesslich sind seine Ausstellungen auf Schloss Gnadenthal, und auch wer den Krefelder Zoo besucht, trifft dort viele seiner afrikanischen Köpfe, Tiere und Fantasiefiguren. Allein schon das Herumgehen lohnt sich also. „Man muss ja auch beim Konzert nicht die ganze Zeit auf seinem Stuhl sitzen, sondern kann herumgehen“, sagt Sampers.

Und dann sind da die Musiker, Bands und Chöre. Popmusik mit „The Ticket“ (6. Juni, 20 Uhr), die „Frans’ Connection“ mit Hits von Stevie Wonder bis Duke Ellington (21. Juni) oder der Seemannschor „Schip Ahoy“ aus Angeren (13. September). Sampers bietet Kennern und Liebhabern die Möglichkeit aufzutreten. Die Einnahmen (10 Euro Eintritt pro Person) gehen alle an die Musiker. Ein Geschäft will er nicht damit machen, und der Verkauf von Getränken deckt nicht mal die Kosten. Sampers: „Mir ist wichtig, dass die Interpreten den Spaß rüberbringen, den sie beim Musikmachen haben.“

Freude kann eine Fülle unterschiedlichster Musik machen. Die Auftritte der Opern- und Operettengesellschaft aus Nijmegen (14. Juni, 15 Uhr) etwa rühren Sampers zu Tränen. Die singen alte deutsche Schlager – „Ich sehe da immer meine Eltern vor mir“, schwärmt er. Oder Bob Dylan, dessen Songs am Abend des 4. Juli erklingen. Am Nachmittag kann jeder auftreten, der etwas von oder zu Bob Dylan machen möchte. Überhaupt ist ihm ein Anliegen, dass auch Deutsche auf seiner großen Gartenbühne auftreten. Deswegen hat er auch schon Kontakte mit Michael Dickhoff von der Klangfabrik Kleve geknüpft.

Auf www.nieuwbegin.de ausführliche Übersicht über alle Konzerte von Klassik, Schlager bis Pop