Vermisste Kinder wieder da

Suchaktion der Polizei in Goch
Suchaktion der Polizei in Goch
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Vermisste Kinder wieder daIn der Nacht zu gestern wurde in Goch nach zwei Ausreißern (11 bis 13 Jahre) gesucht

Goch..  Die Angst der Eltern war verständlicherweise groß: Als Montagabend vier Kinder aus Goch im Alter von 11 und 13 Jahren nicht in ihre vier Elternhäuser zurück kehrten, alarmierten die besorgten Erziehungsberechtigten die Polizei, nachdem sie zuvor im Freundeskreis vergeblich nach ihren Kindern gesucht hatten. Als die Vermisstenmeldung bei der Polizei am späten Montagabend einging., ergaben Ermittlungen schnell, dass die Kinder, die sich aus der Schule bzw. aus der Nachbarschaft kennen, zusammen unterwegs waren. Es hatte eine mit den Eltern vereinbarte Rückkehrzeit gegeben, die die „Ausreißer“ aber nicht einhielten.

Der erste erlösende Anruf kam um 00.50 Uhr, als sich zwei der vermissten Mädchen telefonisch zu Hause meldeten und anschließend zurück kehrten. Die beiden Mädchen erklärten der Polizei gegenüber, dass sie mit den anderen Kindern zusammen auf einem Spielplatz gewesen waren. Dort hatte offenbar ein Streit dazu geführt, dass sich die Kinder trennten.

Die Polizei suchte seit gestern Nacht, unter anderem mit einem Polizeihubschrauber, der mit einem Nachtsichtgerät ausgestattet war, nach den Kindern. Zahlreiche Kräfte und Streifenwagen waren an der umfangreichen Suche beteiligt. Vermisstenspürhunde waren jedoch nicht im Einsatz, so Pressesprecher Heinz Vetter auf Anfrage der NRZ.

Viele Bürger sorgten sich mit den Eltern um den Verbleib der Kinder, die nächtliche Suchaktion blieb kaum jemandem verborgen. Auch auf Facebook wurde eifrig gepostet und die Suchmeldung entsprechend geteilt und verbreitet. Gestern, 10.20 Uhr, dann die gute Nachricht von der Polizei: Die Beamten hatten den Aufenthaltsort der Kinder ermitteln können, sie befanden sich bei Verwandten. Warum sie sich die ganze Nacht lang nicht gemeldet hatten, ist unklar.„Uns liegen bislang noch keine Erkenntnisse vor, ob sie sich bei den Verwandten die ganze Nacht aufgehalten haben“, erklärte Vetter gestern Mittag..