Verjüngungskur fürs GochNess

Betriebsleiter Joris Hartmans
Betriebsleiter Joris Hartmans
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Am Samstag starten die Umbauarbeiten im Gocher Hallenbad. Bis zum 2. März hat das Wasserparadies dann geschlossen. Nach Ostern wird auch eine neue Rutsche mit Zeiterfassung und Lichteffekten geben

Goch..  16 Jahre hat die alte Wasseraufbereitungsanlage des GochNess-Freizeitbades auf dem Buckel. Nun hat sie ausgedient. Eine neue Anlage wird in Betrieb genommen. Am Samstag, 7. Februar, schließt daher das Schwimmbad für drei Wochen. In dieser Zeit wird umgebaut. Gleich an mehreren Stellen.

Die Anlage als solche ist bereits erstellt. Mitte November 2014 hat der Bau begonnen. „Die ganze Anlage wurde hier vor Ort gefertigt. Es gab nicht die Möglichkeit, eine fertige Anlage einzubauen, sondern wir haben Bauteile erhalten und alles selbst angepasst“, erzählt Joris Hartmans, Betriebsleiter der Stadtwerke Goch Bäder. Während der Betrieb oben wie gewohnt weiter ging, schraubten und schweißten die Männer unten im Keller an der neuen Technik.

Alte Rohre sind brüchig

Notwendig geworden ist der Umbau, weil die Rohre der alten Wasseraufbereitungsanlage in die Jahre gekommen sind. „Als das Freizeitbad gebaut worden ist, hat niemand mit der derzeitigen Besuchermenge gerechnet. Aktuell haben wir eine Besucherzahl von jährlich 300 000 Gästen alleine im Schwimmbadbereich“, so Hartmans. An einem Sonntag kämen zwischen 1000 und 1400 Besucher. Die Rohre seien nicht mehr in der Lage, das hohe Besucheraufkommen zu bewältigen.

„Wir hatten schon Rohrbrüche. Die alten Rohre sind einfach brüchig. Eine Erneuerung ist dringend notwendig“, sagt Hartmans. Statt der bisher verwendeten PVC-Rohre werden nun Polyethylenrohre verwendet. Diese seien widerstandsfähiger.

Die neue Anlage wird deutlich leistungsfähiger. Statt der vier Pumpen, die aktuell in Betrieb sind, werden künftig 34 Pumpen arbeiten. „Wenn Sie so wollen, haben wir bis jetzt einen Panda gefahren und mit der neuen Anlage fahren wir einen Kombi“, lacht Hartmans.

Das Freizeitbad GochNess setzt auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. So erhält das Schwimmbad auch LED-Leuchten. Damit ließe sich laut Hartmans der Stromverbrauch auf ein Viertel des aktuellen Verbrauchs reduzieren. Geplant ist auch der Bau einer Abwasseraufbereitungsanlage. Aktuell fließen rund 60 000 Kubikliter Abwasser jährlich in den Kanal. Das solle sich bald ändern. Mit der Abwasseraufbereitungsanlage können in Zukunft 80 Prozent des Abwassers aus dem Schwimmbad wiederverwertet werden. „Für uns ist das ein enormer Vorteil. Zum einen kaufen wir dadurch weniger Frischwasser ein. Zum anderen senken wir auch die Heizkosten, denn das Abwasser muss weniger erhitzt werden, da es bereits eine gewisse Grundwärme besitzt“, erläutert der Betriebsleiter. Von dem Bau bekommt der Kunde allerdings nichts mit.

Ranking der Tagesbesten

Das alles sind Neuerungen, die den Badegästen auf den ersten Blick nicht unbedingt auffallen. Doch ein Ass hat Hartmans noch im Ärmel: die neue Wasserrutsche. Ab dem 7. Februar beginnen hier die Vorbereitungsarbeiten. Nach Ostern wird die Rutsche dafür erneut für einige Wochen gesperrt und in dieser Zeit umgebaut und neu installiert. Auf Loopings habe man jedoch bewusst verzichtet, so Hartmans. Immerhin sei GochNess ein Freizeit- und Familienbad.

Besucher können sich auf Lichteffekte und eine Zeiterfassung freuen. „Es wird einen Bildschirm geben, auf dem die Gäste ihre Rutschzeit sehen können. Und ein Ranking der Tagesbesten. So etwas macht den Besuch bei uns zum Erlebnis“, sagt Hartmans.