Verbindung soll erhalten bleiben

Der Deich zwischen Griethausen und Oraniendeich wird abgetragen.
Der Deich zwischen Griethausen und Oraniendeich wird abgetragen.
Foto: NRZ
Der Radweg zwischen Griethausen und Oraniendeich fällt Deichbau zum Opfer

Kleve..  Der beliebte Fuß- und Radweg zwischen Griethausen und dem Oraniendeich soll erhalten bleiben. Im Rahmen der anstehenden Sanierung des Oraniendeiches wird der alte Banndeich entlang des Kellener Altrheins verschwinden – und damit auch der Fuß- und Radweg auf der Deichkrone. Die CDU beantragte nun im Verkehrsausschuss, dass nach der Entfernung des alten Deichs an gleicher Stelle ein Rad- und Fußweg errichtet wird. Edmund Ricken (CDU) sagte, dass man alles unternehmen müsse, um dies zu regeln.

Der Deichverband hatte beim Erörterungstermin zur Deichverlegung deutlich gemacht, dass man nichts gegen einen Rad- und Fußweg habe, dies sei aber nicht die Aufgabe des Deichverbandes – folglich möchte man dafür auch nicht zahlen. „Wir werden uns einem Weg nicht entgegenstellen und begrüßen ihn sogar. Aber das ist nicht unser Job“, sagte gestern Hans-Heinrich Beenen gegenüber der NRZ. Er könne nicht verstehen, dass sich die Stadt Kleve bei den geringen Kosten so anstelle.

Beenen rief auch noch einmal ins Gedächtnis, dass der Deichverband zwar bei Neubauten immer einen befestigten Radweg anlege, betonte aber: „Das müssen wir nicht.“ Auf dem Abschnitt zwischen Griethausen und Oraniendeich ist der Bau des neuen Schöpfwerkes geplant und ein ökologischer Ausgleich vorgesehen. Hier biete sich die Eingliederung des Altrheins an, so Beenen.

Josef Gietemann (SPD) sagte im Verkehrsausschuss, dass man den Weg nach der Deichsanierung nicht einfach kappen könne. Der Fuß- und Radweg sei für viele Menschen in Griethausen eine beliebte Freizeitstrecke: „Für die Griethausener wäre das ein fehlendes Stück Lebensqualität“, so Gietemann.

Die Sanierung des Oraniendeiches steht für das Jahr 2017 an. Die Erstellung der Radwege soll aber schon jetzt ins Planverfahren aufgenommen werden.