Das aktuelle Wetter Kleve & Region 16°C
Verkehr

„Uedems Interessen wahren”

31.07.2009 | 17:56 Uhr

Bürgermeister Weber sorgt sich um die Auffahrten zur geplanten B 67n. Ratsbeschluss von 2000 ist gegen die Spange

Uedem. Der Bürgermeister von Kalkar, Gerd Fonck, tut's. Sein Kollege in Kevelaer, Dr. Axel Stibi, ebenfalls. Beide setzen sich für den Weiterbau der B 67n zwischen Kalkar-Kehrum und Kervenheim, sprich zwischen A 3 und A 57, ein. Sie haben allen Grund dafür: Zurzeit laufen Gespräche zwischen Landesbetrieb Straßen NRW, Land und Bund über wichtige Details dieser geplanten Spange zwischen den beiden Autobahnen. Zum Beispiel, wo die Auffahrten auf die Bundesstraße gebaut werden. Dass die B 67n kommt, daran zweifelt kaum noch jemand – und sie wird über Uedemer Gemeindegebiet führen.

„Umgehungsstraße

L 5n kommt nicht”

Doch mitreden darf Bürgermeister Rainer Weber nicht. „Es gibt ja den Ratsbeschluss vom 18. Dezember 2000”, sagt er. Bei nur vier Enthaltungen hatten sich die Fraktionen gegen den Bau der B 67 und für die Realisierung der Umgehungsstraße L 5n ausgesprochen. Mut gemacht hatte den L 5-Befürwortern sicher auch, dass sich der heutige Finanzminister Dr. Helmut Linssen und sein SPD-Landtagskollge Prof. Manfred Dammeyer (SPD) für deren Anliegen stark gemacht hatte.

„Nur mittlerweile”, sagt Rainer Weber, „hat sich die Lage komplett verändert”. Die L 5n werde nicht gebaut, dafür gebe es keine Landesmitel. „Eine Entlastung für Uedem wird auch die B 67n bringen”, ist sich Rainer Weber sicher.

Sorgen macht sich Weber, weil die maßgeblichen Stellen zurzeit eben auch über Knotenpunkte, sprich Auffahrten, reden. „Noch haben wir zwei, zwischen Paulsberg und Mühlenstraße sowie an der Bergstraße / L77”, weiß er. Doch Kalkar will die Auffahrt ins Gewerbegebiet Kehrum, Kevelaer macht sich per Resolution stark für eine Auffahrt Kervenheim.

Dies könne auf Kosten Uedems gehen. Dann würde möglicherweise eine der Uedemer Auffahrten gestrichen. Thema sei auch die Erreichbarkeit von landwirtschaftlichen Flächen. „Letztlich geht es darum, die Interessen der Gemeinde zu wahren”, findet Weber.

Der nicht versteht, dass sich die SPD immer noch gegen die B67n und für die L 5n ausspricht, auch noch in ihrem Programm für die Kommunalwahl. Dabei habe Barbara Hendricks doch schon Hilfe in Sachen B 67n angeboten.

Er wolle sich jedenfalls möglichst bald „aktiv an den B 67n-Gesprächen beteiligen”, kündigt Weber an. Denn 2010 beginne voraussichtlich, mit zweijähriger Verzögerung, das Planfeststellungsverfahren. 2015 könnte die Straße fertig sein.

Wolfgang Remy

Empfehlen
Kommentare
Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/195277/create

Aktuelle Fotos und Videos
Gemeinderat Kranenburg
Bildgalerie
Fotostrecke
Neuer Rat Bedburg-Hau
Bildgalerie
Fotostrecke
Schweinetransporter umgekippt
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Hartz IV-Urteil: Umsetzung dauert noch
Soziales
Zur Berechnung der Unterkunftskosten sind fünf Quadratmeter mehr angemessen. Sagt das Gericht. Bis das Urteil im Kreis Kleve in der Praxis angelangt dauert es noch zwei bis drei Monate.
Wo der Feind gut schmeckt
Ernährung
Das 13. Kräutergartenfest im Moyländer Schlosspark steigt am ersten Juni-Wochenende