Das aktuelle Wetter Kleve & Region 10°C
WARNUNG

Trügerische Eisflächen

03.02.2012 | 18:32 Uhr
Trügerische Eisflächen
Foto: Thorsten Lindekamp

Kreis Kleve.   Feuerwehr und DLRG warnen davor, Seen und Flüsse im Kreis zu betreten. Sie seien noch lange nicht tragfähig.

Bis zu zweistellige Minusgrade seit einigen Tagen: Im Kreis Kleve legt sich nicht nur auf den Spoykanal bereits die erste Eisschicht. Seen und Flüsse beginnen zuzufrieren. Doch der Schein, dort herumtollen oder Schlittschuhlaufen zu können, trügt. Davor warnen zum Wochenende die Feuerwehr im Kreis und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). „Die allerwenigsten Gewässer haben schon eine so dicke Eisdecke, dass man sie betreten kann“, sagt Kreisbrandmeister Paul-Heinz Böhmer. „Wir raten dringend davon ab, jegliche Seen oder andere Gewässer zu betreten!“

Selbst wenn die Eisschicht auf flachen Seen am Rand bereits trage – je weiter man zur Mitte komme, desto dünner werde das Eis. „Man kann es mit einem Blick oder vorsichtigen Tritten am Rand nicht beurteilen“, so Böhmer. Für tragfähige Eisflächen müsse es schon um die 14 Tage am Stück die 5 bis 6 Grad Minustemperaturen haben.

Die DLRG warnt, dass Kinder auch in flachen Gewässern einbrechen und ertrinken können. Grundsätzlich sollten sich Wintersportler – junge wie alte – nur an bewachten Gewässern und nie alleine auf das Eis wagen.

Das Eis brauche Zeit, um tragfähig zu sein, betont Daniel Krawinkel von der DLRG im Kreis Kleve. Bei stehenden Gewässern sollte es als Richtwert mindestens 15 Zentimeter, bei fließenden Gewässern sogar mindestens 20 Zentimeter dick sein.

Wenn das Eis knistert und knackt, am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage zurück in Richtung Ufer bewegen. Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten. Besonders tückisch können auch Seen sein, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind. An den Ein- oder Ausflüssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein, als auf dem Rest des Sees. Auch Retter sollten aufpassen und ihr Gewicht möglichst verteilen. Dabei, so Böhmer, können auch Leitern oder Bretter helfen – wenn sie denn zur Hand sind.

Julian Weimer

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6313383/create

Aktuelle Fotos und Videos
Landtagwahl in Kleve
Bildgalerie
Fotostrecke
Wallfahrt
Bildgalerie
Öffnung der Basilika
Streetdance
Bildgalerie
Kreismeisterschaft
Großbrand in Goch
Bildgalerie
Nähr-Engel
Aus dem Ressort
Das Freibad soll verkleinert werden
Freizeit
Welchen Weg nimmt das Klever Hallenbad? Sowohl das Bad am Königsgarten als auch das Freibad am Sternbusch stehen auf dem Prüfstand.
Wo bleiben die Bagger auf dem ehemaligen NHG-Gelände?
Einzelhandel
In Kalkar schwindet der Glaube an die Realisierung des Fachmarktzentrums.
Foto 2 Kommentare 2