Tolle Technik in der Hauptschule
18.01.2008 | 17:06 Uhr 2008-01-18T17:06:00+0100Multimedial in Chemie und Physik – Medienlift klappt von der Decke. Computer spielen im Unterricht große Rolle.
KLEVE. Multimedial läuft ab sofort der naturwissenschaftliche Unterricht in der St. Anna Hauptschule Materborn. Nach dreieinhalb Monaten Umbauzeit und 225 000 Euro Investition haben zwei Fachklassen und ein Vorbereitungsraum eine „futuristische” Ausstattung, wie Bürgermeister Theo Brauer beschrieb. Ein Medien-Liftsystem klappt von Deckentraversen auf Knopfdruck (am Lehrerpult) herunter. Hier lässt sich alles anschließen, was moderner Unterricht braucht – Leitungen für Gas, Strom, Computer. Das Einrichtungssystem habe sich bereits an der Hauptschule Rindern und dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium bewährt, erklärte Chemie-, Physik- und Klassenlehrer Hanns Clegg.Lerneninteraktiv Installiert ist ein Panoramaabzug, hinter dessen Glasscheibe Versuche z.B. mit giftigen Gasen – die sofort nach draußen abziehen – gut sichtbar ablaufen. In den Räumen maßgeschneidert sind Wasseranschlüsse. Modernste Kommunikationstechnik wird den Schülern geboten. Auf einer „Smartboard”-Tafel können sie mit Spezialstiften interaktiv auf ein vom Beamer projiziertes Bild schreiben. „Computer spielen eine ganz große Rolle” im modernen Unterricht, so Clegg. Es werden noch Laptops angeschafft und innerhalb des Kollegium ungeübte Lehrer in der neuen Technik geschult. Schulsprecherin Ceylan Kezer bedankte sich für „tolle Räume”, die sie als Zehntklässlerin allerdings nicht mehr lange nutzen kann. Aber Jüngeren mache das sicher Spaß. Schulleiter Ado Leuchtgens erinnerte an Deutschlands gute Position bei Naturwissenschaften im Pisa-Test. Er dankte dem Bürgermeister Theo Brauer, dass er sich besonders für Hauptschulen stark mache. Brauer wünschte sich vage „ganz andere Rahmenbedingungen in einem ganz anderen Gebäude” – ihm schwebt dabei bekanntlich das 2010 auslaufende Johanna-Sebus-Gymnasium vor (Text nebenstehend). „Stärken stärken, danach habe ich immer gehandelt”, sagte Brauer. Ihm als ehemaligen Lehrer sei es eine Pflicht, „die Klever Schullandschaft auf Vordermann” zu bringen. Er nennt Kleves Prioritäten: Schulen, Unterstadt, Stadthalle, Beuys-Atelier.
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