Tolle Stimmung beim Gocher Karneval

Die Tanzgarde des AKV zog durch die Gocher Straßen.
Die Tanzgarde des AKV zog durch die Gocher Straßen.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Tausende Karnevalisten kamen bei sonnigem Wetter zum Rosenmontagsumzug nach Goch. Viel Musik und tolle Kostüme in den Straßen. Leider nur wenige Wagen mit prickelndem Lokalkolorit

Goch..  Peter Pitzner hakte sich kurzerhand bei seiner Nachbarin ein und schunkelte mir ihr vor dem Rathaus: „Rut sin de Rose...“ schallte es aus den Boxen, die Sonne lachte und die Stimmung war prima. Ausgelassen feierten die beiden Gocher gestern mit Tausenden Menschen auf den Straßen rund um den Marktplatz. Der Gocher Rosenmontagszug war wieder ein Fest der Freude.

Mit 90 Zugnummern und neun Musikgruppen boten die gut 2500 aktiven Karnevalisten eine bunte Mischung aus viel Musik, Tanz und schönen Karnevalswagen. Gut 30 000 Menschen schunkelten und jubelten den Jecken zu.

Pünktlich um 14.11 Uhr startete der Umzug mit den Musikanten und Gruppen des AKV Vallis Comitis. Der AKV stellte im vergangenen Jahr das Prinzenpaar. Die beiden Asperdener Manfred Strötges und Angelina Stockmans ließen sich im Strandkorb durch die Menge fahren. Sah toll aus.

Mit einer tollen Verkleidung konnte auch der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Goch aufwarten. Die Musikanten hatten sich in Rokoko-Kostüme gehüllt und waren damit bereits in Köln bei den Schul- und Viertelumzügen aufgefallen.

Traditionell laufen in Goch auch immer einige niederländische Gruppen mit. Diesmal war auch die „fröhliche Nachbarschaft“ (De vrolijke buurt) dabei. Sie hatten einen aufwändigen Karnevalswagen gestaltet und sich als Neptun verkleidet.

Richtige Motto-Wagen mit lokalem Bezug gab es in Goch leider nur wenige. Die 1. GGK Rot-Weiß war die einzige Gesellschaft, die kritisch mit den Herren im Rathaus umgegangen ist: Auf ihrem Pilz-Wagen war unter anderem zu lesen: „Beschlossen durch die Hintertür, Resultat Parkplatzgebühr“. Oder: „Die Pilze aus dem Boden sprießen, doch die Schule muss schließen.“ Auch die leeren Kassen der Stadt Goch brachte 1. GGK Rot Weiß zur Sprache.

Ansonsten war vor allem ausgelassene Party-Stimmung angesagt. Die Pumpengemeinschaft Vrouwenpoort zog mit ihrer rollenden Ritterfestung durch die Straßen: „Von der Ritterburg bis ins All: Vrouwenpoort ist überall“ war zu lesen. Die Mitglieder der Gocher Tanz- und Reitergarde hatten sich als Seemänner verkleidet.