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Tipps für den Wintereinbruch

03.12.2012 | 21:00 Uhr
Tipps für den Wintereinbruch
Auf dem Kreisbauhof lädt Wolfgang Merten seine Salzstreu in den Wagen.Foto: Heinz Holzbach

Kreis Kleve.   Von der richtigen Bereifung über den Straßenräumdienst bis zu Verhaltensregeln im Verkehr: Worauf Sie nach dem ersten Schneefall besonders achten sollten.

Was Sie zum Wintereinbruch wissen müssen:
Winterreifen: Wer trotz Schnee und Glätte noch mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert neben der eigenen Sicherheit auch einen Punkt in Flensburg und 40 Euro Strafgeld. Hinzu kommt, dass bei manchen Versicherungen der Schutz erlischt. Gute Gründe also, die Reifen zu wechseln. Ein Satz neuer Winterreifen inklusive Montage koste um die 100 Euro, sagt Natalie Polth vom gleichnamigen Klever Reifenservice. Nach oben gebe es kaum eine Grenze. Lange Warteschlangen gebe es noch nicht: „Aber wir merken, dass wir deutlich mehr zu tun haben.“

Räumdienste: Viel zu tun haben auch die Winterdienste im Kreis. Die rund 270 Kilometer Kreisstraßen wurden gestern morgen komplett gestreut. 900 Tonnen Streusalz liegen im Lager am Bauhof bereit. Die Stadt Kleve, die für die kommunalen Straßen zuständig ist, streute gestern Morgen nur punktuell. „Wir waren schon am Sonntag Abend draußen und das hat vorgehalten“, sagt Straßenmeister Frank Dombeck. In den Lagern der Stadt liegen 240 Tonnen Streusalz. 40 Tonnen mehr sind es in Goch, wo der städtische Winterdienst am Montag zu drei Einsätzen ausrückte.

Salz Streuen: Wo ist die Kommune und wo sind die Anlieger dafür zuständig, dass der Bürgersteig und die Straße geräumt und gestreut werden? Das regelt die jeweilige Straßenreinigungssatzung. Sie kann in den Rathäusern erfragt werden. Wo die Stadt nicht zuständig ist, gilt: Der Bürgersteig muss so großflächig freigeräumt sein, dass zwei Menschen aneinander vorbei gehen können. Bei der Straße sind die Anlieger auf der gesamten Breite ihres Grundstücks bis zur Straßenmitte zuständig.

Das sagt die Polizei: Manuela Schmickler von der Kreispolizei rät Autofahrern:
1) Wenn irgendwie möglich, auf den Öffentlichen Personennahverkehr ausweichen.
2) Immer die richtige Ausrüstung im Auto haben: Handfeger, Schneeketten, Wolldecke, Eiskratzer, Starthilfekabel.
3) Nicht nur ein Gucklock in der Frontscheibe, sondern den ganzen Wagen vom Schnee befreien.
4) Bei Winterreifen darauf achten, dass das Profil mindestens vier Millimeter tief ist.
5) Die Fahrweise der Witterung anpassen. Besondere Vorsicht gilt auf Brücken, in Kurven, auf Straßen mit Gefälle, in Wäldern und in Wassernähe.

Matthias Wenten



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