Tablets sind nicht gefragt

Kalkar..  Ob der Rat der Stadt Kalkar Tablet-PCs für die politische Arbeit einführen wird, ist fraglich. Wie jetzt im Hauptausschuss bekannt wurde, habe sich bislang nur wenige Ratsmitglieder für die Tablet-Lösung ausgesprochen. Kalkars Bürgermeister Gerhard Fonck teilte der NRZ auf Anfrage mit, dass er von den Ratsvertretern sechs Ablehnungen erhalten habe und gut die Hälfte der Stadtverordneten haben sich noch gar nicht bei ihm gemeldet. Sie sollten in der Verwaltung ihre Personalien hinterlegen. „Wenn nur die Hälfte des Rates wirklich Interesse an einer Arbeit am Tablet hat, dann lohnt sich die Umstellung nicht“, sagte Fonck.

Denn die Stadtverwaltung müsste dann die Zustellung der Ratsunterlagen sowohl elektronisch als auch auf Papier vornehmen: „Es geht um die Rechtssicherheit der Zustellung“, so Fonck. Post, die nicht nachweislich zugestellt worden ist, kann dazu führen, dass Ratsbeschlüsse angefochten werden können. Für Ratsmitglieder, die bereits ein privates Tablet nutzen, steht im Rathaus kostenloses WLAN zur Verfügung.