Stroke-Unit in Bedarfsplan eingebaut
16.10.2007 | 14:00 Uhr 2007-10-16T14:00:36+0200GESUNDHEIT. Schlaganfall-Spezialstation als Kooperation der Rheinischen Kliniken und des St.-Antonius-Hospital hat sich bewährt.
KLEVE. Die "Stroke-Unit" der Rheinischen Kliniken Bedburg-Hau am St.-Antonius-Hospital in Kleve wurde in den Krankenhausbedarfsplan des Landes NRW aufgenommen. Das teilt der LVR in einer Pressemitteilung mit. Damit sei der hohe Standard der Schlaganfallspezialstation erneut bestätigt und die Versorgung von rund 180 000 Einwohnern im Nordkreis dauerhaft gesichert.
Bereits 2000 wurde in der Föhrenbachklinik eine Station zur akuten Schlaganfallbehandlung mit sieben Betten eingerichtet. Kontinuierlich werden auch heute in Kleve in sogenannten "Intermediate-Care-Einheiten" Blutdruck, Atmung, EKG, Temperatur und Sauerstoffversorgung der Patienten durch Monitore überwacht. Ferner steht speziell geschultes Fachpersonal zur Verfügung. Die Zahl der zu behandelnden Schlaganfallpatienten stieg in 2006 auf 600 Patienten.
Werden Schlaganfälle nicht umgehend behandelt drohen Folgen wie Pflegebedürftigkeit, Arbeitsunfähigkeit bis hin zur Invalidität.
"Um die Synergieeffekte mit den medizinischen, kardiologischen und radiologischen Fachabteilungen in Kleve optimal zu nutzen, haben wir uns nachdrücklich für eine Stroke-Unit am St.-Antonius-Hospital Kleve eingesetzt", erklärt Dr. med. Christoph Baumsteiger, Chefarzt der Föhrenbachklinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie die Idee der Kooperation.
Insbesondere Patienten, die innerhalb von drei Stunden nach einem Hirninfarkt mit einer "Systemischen Lyse" behandelt werden, sei ein verbesserter Erhalt der Lebensqualität möglich. In Kleve konnten in sechs Monaten 175 Patienten behandelt werden. Damit liege die Abteilung deutlich über den landesweit geforderten Schnitt.
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